Hochfrequenzablation bei Menorrhagie: Methodenvergleich

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Eine übermäßig starke Menstruationsblutung (Menorrhagie) gehört zu den häufigsten Menstruationsstörungen. Wenn medikamentöse Therapien nicht ausreichen, kontraindiziert sind oder abgelehnt werden, kommt ein operativer Eingriff infrage.

Voraussetzung für eine Endometriumablation ist, dass kein Kinderwunsch mehr besteht. Es stehen verschiedene uteruserhaltende Verfahren der ersten und zweiten Generation zur Verfügung.

Der IQWiG-Bericht N20-06 untersucht den Nutzen der Hochfrequenzablation (HF-Ablation) mittels Netzelektrode. Diese wird mit etablierten Verfahren wie der Schlingenresektion kombiniert mit Rollerballablation (S/R) sowie der Ballonablation verglichen.

Empfehlungen

Der IQWiG-Bericht formuliert basierend auf der Studienlage folgende Kernaussagen zum Nutzen und Schaden der Hochfrequenzablation (HF-Ablation).

Vergleich mit Schlingenresektion / Rollerballablation

In der Gesamtabwägung ergibt sich laut Bericht ein Anhaltspunkt für einen höheren Nutzen der HF-Ablation gegenüber der Schlingenresektion. Dies begründet sich wie folgt:

  • Bei der Reduktion der Blutungsstärke (Leitsymptom) zeigen beide Verfahren einen vergleichbaren Nutzen.

  • Es zeigt sich ein Anhaltspunkt für einen geringeren Schaden der HF-Ablation bezüglich unerwünschter Ereignisse.

  • Dieser Vorteil beruht primär auf einer geringeren Rate an intraoperativen Komplikationen.

Vergleich mit Ballonablation

Gegenüber der Ballonablation stellt die Untersuchung einen Beleg für einen höheren Nutzen der HF-Ablation fest. Die Auswertung zeigt folgende spezifische Ergebnisse:

  • Es gibt einen Beleg für einen höheren Nutzen bezüglich der Blutungsstärke (Amenorrhörate, Koagelabgang und Menstruationsdauer).

  • Für das prämenstruelle Syndrom (PMS) ergibt sich ein Anhaltspunkt für einen höheren Nutzen der HF-Ablation.

  • Bei operativen Reinterventionen lässt sich kein Unterschied zwischen den Verfahren belegen.

Unerwünschte Ereignisse und Komplikationen

Die Bewertung der Komplikationen liefert ein differenziertes Bild je nach Vergleichsintervention. Um die Sicherheit der Verfahren einzuordnen, fasst der Bericht folgende Aspekte zusammen:

VergleichsinterventionIntraoperative KomplikationenSpätere unerwünschte EreignisseGesamteinschätzung Schaden
Schlingenresektion (S/R)Geringer bei HF-AblationVergleichbar / SeltenAnhaltspunkt für geringeren Schaden durch HF-Ablation
BallonablationKeine signifikanten UnterschiedeKeine signifikanten UnterschiedeKein Anhaltspunkt für höheren/geringeren Schaden

Hinsichtlich der Mortalität oder der gesundheitsbezogenen Lebensqualität liegen laut Untersuchung keine verwertbaren Daten vor, die einen Unterschied belegen könnten.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut IQWiG-Bericht bietet die Hochfrequenzablation insbesondere gegenüber der Schlingenresektion einen Vorteil bei der intraoperativen Sicherheit. Es wird hervorgehoben, dass schwerwiegende Komplikationen wie Uterusperforationen oder ein Fluid Overload unter der HF-Ablation seltener beobachtet wurden.

Häufig gestellte Fragen

Der IQWiG-Bericht sieht einen Beleg für einen höheren Nutzen der HF-Ablation gegenüber der Ballonablation. Dies zeigt sich vor allem in einer stärkeren Reduktion der Blutungsstärke und einer höheren Amenorrhörate.

Laut Untersuchung können intraoperativ Ereignisse wie Uterusperforationen, Zervixrisse oder ein Fluid Overload auftreten. Die HF-Ablation weist hierbei im Vergleich zur Schlingenresektion eine signifikant geringere Komplikationsrate auf.

Die Auswertung zeigt einen Anhaltspunkt für einen höheren Nutzen der HF-Ablation bezüglich des prämenstruellen Syndroms (PMS) im Vergleich zur Ballonablation. Gegenüber der Schlingenresektion konnte hingegen kein signifikanter Unterschied beim PMS festgestellt werden.

Der Bericht stellt fest, dass operative Reinterventionen wie Hysterektomien oder Reablationen nach allen untersuchten Verfahren vergleichsweise selten sind. Es ergibt sich kein Anhaltspunkt für Unterschiede in der Reinterventionsrate zwischen der HF-Ablation und den Vergleichsverfahren.

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Quelle: IQWiG N20-06: Hochfrequenzablation des Endometriums mittels Netzelektrode bei Menorrhagie (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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