Flexible Bronchoskopie: Sedierung und Komplikationen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S2k-Leitlinie der AWMF (2025) definiert sektorenübergreifende Qualitätsstandards für die Durchführung der diagnostischen flexiblen Bronchoskopie bei Erwachsenen. Ziel ist es, die Patientensicherheit zu erhöhen und Verfahrensabläufe in der Endoskopieeinheit zu optimieren.

Ein besonderer Fokus liegt auf den strukturellen, personellen und apparativen Voraussetzungen. Die Leitlinie adressiert dabei sowohl Routineeingriffe als auch Risikobronchoskopien, bei denen erweiterte Sicherheitsmaßnahmen und ein strukturiertes Komplikationsmanagement erforderlich sind.

Zudem werden spezifische Qualitätsstandards für verschiedene Entnahmetechniken wie die bronchoalveoläre Lavage (BAL), transbronchiale Zangenbiopsien und Kryobiopsien sowie den endobronchialen Ultraschall (EBUS) formuliert.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein kritischer Fehler im klinischen Alltag ist die unzureichende Atemwegssicherung bei transbronchialen Kryobiopsien. Die Leitlinie warnt ausdrücklich davor, diese Eingriffe ohne subglottische Atemwegssicherung (Tubus oder starres Bronchoskop) durchzuführen, da bei schweren Blutungen ein sofortiges Komplikationsmanagement mit einem Bronchusblocker zwingend erforderlich ist. Zudem wird betont, dass die delegierte Überwachung der Sedierung durch eine Person erfolgen muss, die zeitgleich keine anderen assistierenden Aufgaben übernimmt.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie kann die Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) bei der Durchführung einer Bronchoskopie unverändert fortgeführt werden. Dies gilt auch für transbronchiale Zangenbiopsien und EBUS-TBNA, da das Blutungsrisiko hierbei sehr gering ist.

Bei einer Bronchoskopie in Allgemeinanästhesie wird eine Karenzzeit von sechs Stunden für feste Nahrung und zwei Stunden für klare Flüssigkeiten empfohlen. Erfolgt der Eingriff in Sedierung und ohne erhöhtes Aspirationsrisiko, sind feste Speisen bis vier Stunden vorher und klare Flüssigkeiten bis unmittelbar vor der Untersuchung gestattet.

Die Leitlinie empfiehlt für die EBUS-TBNA standardmäßig die Verwendung von 21G- oder 22G-Nadeln. Es konnte in Studien kein konsistenter Unterschied in der diagnostischen Ausbeute zwischen verschiedenen Nadelgrößen nachgewiesen werden.

Für eine bronchoalveoläre Lavage (BAL) wird die Instillation von 100 bis 300 ml physiologischer Kochsalzlösung empfohlen. Bei rein mikrobiologischen Fragestellungen oder respiratorisch schwer beeinträchtigten Patienten kann auch ein geringeres Volumen ausreichend sein.

Zum Ausschluss eines postinterventionellen Pneumothorax wird primär die transthorakale Sonographie empfohlen. Bei asymptomatischen Patienten ohne klinischen Verdacht kann gemäß Leitlinie auf eine routinemäßige thorakale Bildgebung verzichtet werden.

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Quelle: Sicherheit der diagnostischen flexiblen Bronchoskopie bei Erwachsenen (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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