Flexible Bronchoskopie: Vorbereitung und Sedierung
Hintergrund
Die S2k-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) aus dem Jahr 2025 definiert Standards für die diagnostische flexible Bronchoskopie bei Erwachsenen. Ziel ist es, die Patientensicherheit zu erhöhen und Komplikationen zu minimieren.
Das Dokument richtet sich an ärztliches und pflegerisches Personal im ambulanten und stationären Sektor. Es umfasst den gesamten Workflow von der Indikationsstellung über die Sedierung bis hin zur Nachsorge und Hygiene.
Die Leitlinie dient zudem als Grundlage für das Qualitätsmanagement und bietet evidenz- sowie konsensbasierte Handlungsempfehlungen für den klinischen Alltag.
💡Praxis-Tipp
Ein häufiger Fehler im klinischen Alltag ist das unnötige Absetzen von Acetylsalicylsäure (ASS) vor bronchoskopischen Eingriffen. Die Leitlinie betont, dass ASS auch bei transbronchialen Biopsien sicher fortgeführt werden kann, während Clopidogrel das Blutungsrisiko signifikant erhöht und rechtzeitig pausiert werden sollte. Zudem wird vor jedem Eingriff die Durchführung eines strukturierten Team-Time-Outs zur Erhöhung der Patientensicherheit dringend empfohlen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie gilt bei Eingriffen in Sedierung eine Karenzzeit von 4 Stunden für feste Nahrung, sofern kein erhöhtes Aspirationsrisiko besteht. Klare Flüssigkeiten dürfen bis unmittelbar vor dem Eingriff schluckweise getrunken werden.
Es wird empfohlen, vor Eingriffen mit Biopsie das Blutbild (Thrombozyten), den INR-Wert und die pTT zu bestimmen. Als sicher gelten Thrombozyten > 50.000/μl, ein INR < 1,5 und eine pTT < 50 Sekunden.
Nein, die Leitlinie stellt klar, dass die Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) auch bei Biopsien unverändert fortgeführt werden kann. Andere Thrombozytenaggregationshemmer wie Clopidogrel sollten hingegen pausiert werden.
Für eine repräsentative BAL wird ein Instillationsvolumen von 100 bis 300 ml physiologischer Kochsalzlösung empfohlen. Für eine valide Differenzialzytologie sollte die Rückgewinnungsrate (Recovery) mindestens 30 % betragen.
Die Leitlinie empfiehlt für die meisten Situationen bei der EBUS-TBNA die Verwendung von 21-G- oder 22-G-Nadeln. Größere Nadeln (19-G) können in speziellen Fällen für molekularpathologische Untersuchungen erwogen werden.
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Quelle: DGP S2k-Leitlinie Sicherheit der diagnostischen flexiblen Bronchoskopie bei Erwachsenen (DGP, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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