Extrakorporale Zirkulation (ECLS/ECMO): Indikationen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF S3-Leitlinie behandelt den Einsatz der extrakorporalen Zirkulation (ECLS/ECMO) bei akutem Herz- und Kreislaufversagen. Unter ECLS (extracorporeal life support) wird eine veno-arterielle Herz-Kreislauf-Unterstützung verstanden, die sowohl den Gasaustausch als auch die kardiale Pumpfunktion übernimmt.

In den letzten Jahren verzeichnet der Einsatz dieser miniaturisierten und transportablen Systeme einen starken Zuwachs. Die Therapie erfordert jedoch eine hohe interdisziplinäre Expertise, um potenziell lebensbedrohliche Komplikationen zu vermeiden.

Ziel der Leitlinie ist es, evidenzbasierte Empfehlungen zu Indikationen, strukturellen Voraussetzungen, Therapiemanagement und Entwöhnung (Weaning) für erwachsene und pädiatrische Patienten zu geben.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei einer femoral-arteriellen Kanülierung besteht das Risiko einer zentralen Hypoxie (Harlekin-Syndrom), wenn sich die kardiale Auswurffunktion bei gleichzeitig fortbestehendem Lungenversagen erholt. Es wird empfohlen, die periphere Sauerstoffsättigung und arterielle Blutgasanalysen zwingend an der rechten oberen Extremität (z.B. A. radialis rechts) zu messen, um dieses Phänomen frühzeitig zu erkennen. Bei Nachweis einer zentralen Hypoxie ist eine sofortige Therapieanpassung, wie etwa eine Umkanülierung, indiziert (starke Empfehlung).

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt für die ECLS ausschließlich den Einsatz von Zentrifugalpumpen (Empfehlungsgrad A). Diese weisen gegenüber älteren Rollenpumpen Vorteile in der Handhabung und beim Transport auf.

Es wird eine Antikoagulation mit unfraktioniertem Heparin empfohlen. Zur Steuerung nennt die Leitlinie einen Zielbereich der Activated Clotting Time (ACT) von 160 bis 180 Sekunden oder eine aPTT im 1,5- bis 2-fachen Referenzbereich.

Laut Leitlinie soll bei einer linksventrikulären Überdehnung nach Ausschöpfung konservativer Maßnahmen eine aktive Entlastung des linken Ventrikels erfolgen (starke Empfehlung). Hierfür können beispielsweise perkutane Mikroaxialpumpen (wie Impella) oder ein chirurgischer Vent eingesetzt werden.

Ein Weaning-Versuch sollte gemäß Leitlinie in der Regel nicht innerhalb der ersten 48 bis 72 Stunden nach Implantation erfolgen, um dem Myokard Zeit zur Erholung zu geben. Vor Beginn müssen Kriterien wie ein MAP > 60 mmHg, ein fallendes Laktat und eine ausreichende Oxygenierung erfüllt sein.

Für die Behandlung von Erwachsenen wird eine Implantationszahl von mindestens 20 ECLS-Systemen pro Jahr angestrebt. Für pädiatrische Zentren empfiehlt die Leitlinie mindestens 6 ECLS-Fälle jährlich, um eine ausreichende Expertise zu gewährleisten.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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