Akute Herzinsuffizienz bei Kindern: Therapie & ECMO
Hintergrund
Die akute Herzinsuffizienz (AHI) im Kindesalter ist ein lebensbedrohliches Zustandsbild, bei dem das Herzzeitvolumen nicht ausreicht, um eine adäquate Gewebeoxygenierung zu gewährleisten. Die vorliegende AWMF-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (DGPK) adressiert die Diagnostik und Therapie von der Fetalzeit bis ins junge Erwachsenenalter.
Pathophysiologisch liegen der AHI eine myokardiale Funktionseinschränkung, eine akute Druck- oder Volumenbelastung oder eine Kombination dieser Faktoren zugrunde. Aufgrund der ventrikulo-ventrikulären Interaktion sind in der akuten Dekompensation meist beide Ventrikel betroffen, unabhängig davon, ob primär ein Rechts- oder Linksherzversagen vorliegt.
Die Ätiologie reicht von angeborenen Herzfehlern und Kardiomyopathien bis hin zu tachykarden Rhythmusstörungen. Die klinische Diagnose erfordert ein schnelles Handeln, um sekundäre Organschäden durch eine metabolische Laktatazidose zu verhindern.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie betont, dass eine unkritische Sauerstoffgabe bei Kindern mit Shunt-abhängiger Lungenperfusion oder Parallelzirkulation (wie dem hypoplastischen Linksherzsyndrom) die Herzinsuffizienz aggravieren kann. Es wird empfohlen, Sauerstoff bei diesen Patienten äußerst restriktiv und nur unter genauer Beobachtung der Hämodynamik einzusetzen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie sollte bei hämodynamisch instabilen Kindern ein Hämoglobinwert von über 10 g/dL angestrebt werden. Bei Patienten mit zyanotischen Herzfehlern wird ein Zielwert von über 12 g/dL empfohlen.
Die Leitlinie empfiehlt bei dilatativer Kardiomyopathie und Myokarditis bevorzugt den Einsatz von Milrinon und/oder Dobutamin. Bei unzureichender Wirkung oder schwerer Hypotension kann Adrenalin ergänzt werden.
Eine veno-arterielle ECMO wird bei medikamentös nicht stabilisierbaren Patienten, bei Reanimationsereignissen oder bei gescheiterter Entwöhnung von der Herz-Lungen-Maschine empfohlen. Sie dient als Kurzzeitunterstützung bis zur myokardialen Erholung oder als Überbrückung zu einem Langzeitsystem.
Es wird von der Gabe von Dopamin abgeraten. Die Leitlinie begründet dies mit dem stark erhöhten myokardialen Sauerstoffverbrauch, der insbesondere bei univentrikulären Herzen schädlich ist.
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Quelle: Akute Herzinsuffizienz und mechanische Kreislaufunterstützung (AWMF, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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