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Extrakorporale Reanimation (eCPR): Indikation & Ablauf

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Konsensuspapier der DGK und weiterer Fachgesellschaften adressiert den Einsatz der extrakorporalen kardiopulmonalen Reanimation (eCPR) bei therapierefraktärem Herz-Kreislauf-Stillstand. Die eCPR dient als potenzieller Rettungsversuch für hochselektierte Patienten mit reversiblen Ursachen.

Laut Dokument ist die Überlebensrate bei konventioneller Reanimation weiterhin niedrig. Beobachtungsstudien deuten darauf hin, dass die eCPR bei ausgewählten Patienten mit einer erhöhten Überlebenswahrscheinlichkeit einhergeht.

Die Leitlinie betont, dass aktuell noch randomisiert-kontrollierte Studien fehlen. Daher existieren keine validierten, absoluten Prädiktoren, sodass die Indikationsstellung stets individuell im multiprofessionellen Team erfolgen muss.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Das Konsensuspapier warnt davor, einzelne Laborwerte wie einen pH-Wert unter 6,8 oder ein hohes Laktat isoliert als absolute Kontraindikation für eine eCPR zu werten. Die Entscheidung sollte stets im klinischen Gesamtbild getroffen werden. Zudem wird nachdrücklich auf die Anlage einer distal gerichteten Gefäßschleuse hingewiesen, um eine kritische Beinischämie unter ECMO-Therapie zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt ein "Collapse-to-start-eCPR"-Intervall von unter 60 Minuten. Die Zeit von der Klinikaufnahme bis zur ECLS-Anlage (Door-to-ECLS) sollte idealerweise unter 30 Minuten liegen.

Die Indikationsstellung erfolgt laut Konsensuspapier durch ein multiprofessionelles ECLS-Implantationsteam. Dieses wägt spezifische Pro- und Kontra-Kriterien individuell ab.

Ein pH-Wert unter 6,8 in Kombination mit einem Laktatwert über 20 mmol/l gilt als ungünstiger prognostischer Faktor. Das Dokument betont jedoch, dass diese Werte nicht als alleinige Ausschlusskriterien herangezogen werden dürfen.

Es wird empfohlen, eine neurologische Prognoseabschätzung frühestens 72 Stunden nach Rückkehr des Spontankreislaufs (ROSC) durchzuführen. Zuvor ist eine verlässliche Beurteilung oft nicht möglich.

Das Konsensuspapier fordert die Anlage einer distal gerichteten Gefäßschleuse zur antegraden Beinperfusion. Die korrekte Lage sollte frühzeitig mittels Doppler-Sonographie kontrolliert werden.

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Quelle: Empfehlungen zur extrakorporalen kardiopulmonalen Reanimation (eCPR) Konsensuspapier der DGIIN, DGK, DGTHG, DGfK, DGNI, DGAI, DIVI und GRC (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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