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European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR)2025RheumatologyDermatologie

EULAR-Leitlinie: Schwer behandelbare Psoriasis-Arthritis

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die EULAR definiert erstmals die schwer behandelbare (Difficult-to-manage, D2M) und therapierefraktäre (Treatment-refractory, TR) Psoriasis-Arthritis.
  • Ein zentrales Kriterium ist das Therapieversagen von ≥2 b/tsDMARDs mit ≥2 verschiedenen Wirkmechanismen.
  • D2M PsA ist ein Überbegriff, der Entzündungen, Komorbiditäten und psychosoziale Faktoren umfasst.
  • TR PsA ist eine Untergruppe der D2M PsA, charakterisiert durch persistierende Krankheitsaktivität und objektive Entzündungszeichen.
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Hintergrund

Ein relevanter Anteil von Patienten mit Psoriasis-Arthritis (PsA) zeigt trotz bester Standardversorgung (Best Standard of Care) ein unzureichendes Therapieansprechen. Die Ursachen hierfür sind in der Regel multifaktoriell. Um diese Patientengruppen in Klinik und Forschung besser zu erfassen, hat eine multidisziplinäre EULAR-Task Force (bestehend aus Rheumatologen, Dermatologen, medizinischem Fachpersonal und Patientenvertretern) neue "Points to Consider" (PtC) und Konsensus-Definitionen entwickelt.

Points to Consider (Kriterien)

Die Task Force formulierte insgesamt 6 Points to Consider, welche die relevanten Kriterien für die Klassifikation der schwer behandelbaren PsA hervorheben. Zu den im Konsensus hervorgehobenen Kernkriterien gehören:

  • Therapieversagen: Versagen beim Erreichen oder Aufrechterhalten eines Ansprechens auf ≥2 biologische oder zielgerichtete synthetische DMARDs (b/tsDMARDs), die ≥2 verschiedene Wirkmechanismen aufweisen.
  • Symptomlast: Das Management von klinischen Zeichen und Symptomen, die vom behandelnden Rheumatologen und/oder dem Patienten als problematisch empfunden werden.
  • Persistierende Krankheitsaktivität: Nachweis einer anhaltenden Krankheitsaktivität bei gleichzeitigem Vorliegen von extramuskuloskelettalen Manifestationen und/oder Komorbiditäten und/oder objektiven Anzeichen einer entzündlichen Aktivität.

Konsensus-Definitionen: D2M vs. TR PsA

Basierend auf den Kriterien schlägt die EULAR zwei Definitionen vor, um die betroffene PsA-Population präzise zu identifizieren. Die therapierefraktäre PsA wird dabei explizit als spezifische Untergruppe der schwer behandelbaren PsA eingeordnet.

DefinitionAbkürzungCharakteristika & Treiber
Difficult-to-manage PsAD2M PsAÜberbegriff für schwer behandelbare PsA. Umfasst multifaktorielle Treiber wie Entzündung, Komorbiditäten, psychosoziale oder andere Faktoren.
Treatment-refractory PsATR PsAUntergruppe der D2M PsA. Zwingend definiert durch persistierende Krankheitsaktivität und objektive Anzeichen einer aktiven Entzündung.

Diese neuen Definitionen sollen zukünftig in klinischen Studien getestet werden, um die Pathogenese der Erkrankung besser zu verstehen und die Versorgung von Menschen mit schwerer Psoriasis-Arthritis gezielt zu verbessern.

💡Praxis-Tipp

Differenzieren Sie bei schwer behandelbarer PsA (D2M) genau, ob objektive Entzündungszeichen vorliegen (TR PsA) oder ob primär Komorbiditäten bzw. psychosoziale Faktoren die Haupttreiber der anhaltenden Symptomatik sind. Prüfen Sie zudem systematisch, ob bereits ≥2 b/tsDMARDs mit unterschiedlichen Wirkmechanismen versagt haben.

Häufig gestellte Fragen

Die D2M PsA ist ein Überbegriff für Patienten mit unzureichendem Therapieansprechen. Die Treiber der Erkrankung sind multifaktoriell und umfassen Entzündungen, Komorbiditäten sowie psychosoziale oder andere Faktoren.
Die "Treatment-refractory" (TR) PsA ist eine spezifische Untergruppe der D2M PsA. Im Gegensatz zum Überbegriff erfordert die TR PsA zwingend das Vorliegen einer persistierenden Krankheitsaktivität in Kombination mit objektiven Anzeichen einer aktiven Entzündung.
Ein zentrales Kriterium der EULAR ist das Versagen (fehlendes Erreichen oder Wirkverlust) von mindestens 2 biologischen oder zielgerichteten synthetischen DMARDs (b/tsDMARDs), die mindestens 2 verschiedene Wirkmechanismen aufweisen.

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