ClariMedClariMed
European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR)2026Rheumatology

EULAR-Leitlinie 2025: Rheumatoide Arthritis & DMARDs

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die initiale Therapie sollte mit Methotrexat (MTX) und kurzzeitigen Glukokortikoiden erfolgen.
  • Bei unzureichendem Ansprechen nach 3 bis 6 Monaten wird die Zugabe eines bDMARDs empfohlen.
  • JAK-Inhibitoren können nach strenger Abwägung kardiovaskulärer und maligner Risiken eingesetzt werden.
  • Bei anhaltender Remission ist ein Ausschleichen der DMARDs möglich, ein komplettes Absetzen führt jedoch häufig zu Schüben.
Frage zu dieser Leitlinie stellen...

Hintergrund

Die europäische Rheuma-Liga (EULAR) hat 2025 ein Update ihrer Empfehlungen zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA) mit synthetischen und biologischen krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (DMARDs) veröffentlicht. Die Leitlinie basiert auf systematischen Literaturrecherchen zur Wirksamkeit und Sicherheit und umfasst 5 übergeordnete Prinzipien sowie 9 Kernempfehlungen.

Medikamentenklassen

Die Leitlinie unterteilt die Therapeutika in folgende Hauptgruppen:

KlasseAbkürzungWirkstoffe (Beispiele laut Leitlinie)
Konventionelle synthetische DMARDscsDMARDsMethotrexat (MTX), Leflunomid, Sulfasalazin
Biologische DMARDsbDMARDsTNF-Inhibitoren (Adalimumab, Certolizumab pegol, Etanercept, Golimumab, Infliximab), Abatacept, Rituximab, Tocilizumab, Sarilumab (inkl. Biosimilars)
Zielgerichtete synthetische DMARDstsDMARDsJAK-Inhibitoren (Tofacitinib, Baricitinib, Filgotinib, Upadacitinib)

Therapiealgorithmus und Stufenschema

Die Behandlung folgt einem Treat-to-Target-Ansatz. Die Therapieeskalation richtet sich nach dem klinischen Ansprechen.

StufeTherapieBemerkung
1. InitialtherapieMTX + GlukokortikoideIdealerweise MTX-Monotherapie kombiniert mit kurzzeitigen Glukokortikoiden.
2. EskalationAddition eines bDMARDsBei unzureichendem Ansprechen nach 3 bis 6 Monaten. JAK-Inhibitoren können ebenfalls erwogen werden (Risikoabwägung beachten).
3. TherapieversagenWechsel des bDMARDs / tsDMARDsBei Versagen des ersten bDMARDs oder JAK-Inhibitors wird ein anderes bDMARD (gleiche oder andere Klasse) oder ein JAK-Inhibitor empfohlen.

Sicherheitsaspekte und Remission

  • JAK-Inhibitoren: Der Einsatz erfordert eine sorgfältige Abwägung der Risiken für schwere kardiovaskuläre Ereignisse (MACE), Malignome und thromboembolische Ereignisse.
  • Remission: Bei anhaltender klinischer Remission kann ein Ausschleichen (Tapering) der DMARDs erwogen werden.
  • Vorsicht: Ein komplettes Absetzen der Medikation führt häufig zu einem Krankheitsschub (Flare) und erfordert daher besondere Vorsicht.

💡Praxis-Tipp

Evaluieren Sie den Therapieerfolg der initialen MTX-Therapie konsequent nach 3 bis 6 Monaten. Prüfen Sie vor jeder Verordnung von JAK-Inhibitoren das individuelle Patientenrisiko für kardiovaskuläre Ereignisse (MACE) und Malignome.

Häufig gestellte Fragen

Laut EULAR-Leitlinie sollte die Therapie eskaliert werden, wenn nach 3 bis 6 Monaten unter der Initialtherapie kein ausreichendes klinisches Ansprechen erreicht wird.
Empfohlen wird primär Methotrexat (MTX), idealerweise in Kombination mit einer kurzzeitigen Glukokortikoid-Gabe.
JAK-Inhibitoren sollten nur nach sorgfältiger Abwägung der Risiken für schwere kardiovaskuläre Ereignisse (MACE), Malignome und Thromboembolien eingesetzt werden.
Ein Ausschleichen (Tapering) der DMARDs ist möglich. Ein komplettes Absetzen wird jedoch mit Vorsicht betrachtet, da dies häufig zu einem Krankheitsschub (Flare) führt.

Verwandte Leitlinien