AkdÄ2021

GBS nach COVID-19-Impfung: AkdÄ Drug Safety Mail

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Drug Safety Mail 2021-49 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) thematisiert das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) im Zusammenhang mit COVID-19-Vektorimpfstoffen. Im Fokus stehen dabei der adenovirale Vektorimpfstoff Vaxzevria (AstraZeneca) sowie die COVID-19 Vaccine Janssen.

Das GBS ist eine seltene neurologische Erkrankung, die durch eine Schädigung der peripheren Nerven gekennzeichnet ist und zu Muskelschwäche bis hin zu Lähmungen führen kann. Fallberichte aus dem Spontanmeldesystem und der medizinischen Literatur deuten laut AkdÄ darauf hin, dass das GBS eine mögliche Nebenwirkung dieser Impfstoffe darstellt.

Infolgedessen wurde das Guillain-Barré-Syndrom als sehr seltene Nebenwirkung offiziell in die Fachinformationen der beiden genannten COVID-19-Impfstoffe aufgenommen. Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzinformation der AkdÄ.

Empfehlungen

Die AkdÄ formuliert in ihrer Mitteilung folgende Kernempfehlungen für den klinischen Alltag:

Klinische Wachsamkeit und Diagnostik

Es wird empfohlen, bei neurologischen Symptomen nach einer Impfung mit Vaxzevria oder der COVID-19 Vaccine Janssen ein Guillain-Barré-Syndrom in Betracht zu ziehen. Laut AkdÄ sollte ein GBS insbesondere bei folgenden Symptomen erwogen werden:

  • Schlaffe Paresen

  • Distal symmetrische Sensibilitätsstörungen

Betroffene Personen sollen der Leitlinie zufolge entsprechend klinisch untersucht und behandelt werden.

Meldung von Verdachtsfällen

Die AkdÄ bittet darum, entsprechende Verdachtsfälle über das Meldesystem für unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) zu berichten. Bei der Meldung wird empfohlen, nach Möglichkeit weitere Informationen zu potenziellen Differenzialdiagnosen zur Verfügung zu stellen.

Dazu zählen laut Quelle insbesondere:

  • Campylobacter-jejuni-Serologie

  • SARS-CoV-2-Test

  • Gangliosid-Antikörper

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Die AkdÄ betont die Wichtigkeit, bei neu aufgetretenen schlaffen Paresen oder distal symmetrischen Sensibilitätsstörungen nach einer Impfung mit Vaxzevria oder Janssen differenzialdiagnostisch an ein Guillain-Barré-Syndrom zu denken. Es wird empfohlen, bei der Meldung solcher Verdachtsfälle an die AkdÄ stets auch Befunde zu Differenzialdiagnosen wie der Campylobacter-jejuni-Serologie oder Gangliosid-Antikörpern beizufügen.

Häufig gestellte Fragen

Die AkdÄ nennt in ihrer Mitteilung die adenoviralen Vektorimpfstoffe Vaxzevria (AstraZeneca) und die COVID-19 Vaccine Janssen. Das Guillain-Barré-Syndrom wurde als sehr seltene Nebenwirkung in die Fachinformationen dieser Impfstoffe aufgenommen.

Laut AkdÄ sollte insbesondere bei schlaffen Paresen oder distal symmetrischen Sensibilitätsstörungen an ein Guillain-Barré-Syndrom gedacht werden. Bei Auftreten dieser Symptome wird eine entsprechende Untersuchung und Behandlung empfohlen.

Es wird empfohlen, bei der Meldung Informationen zu möglichen Differenzialdiagnosen bereitzustellen. Die AkdÄ nennt hierbei beispielhaft die Campylobacter-jejuni-Serologie, einen SARS-CoV-2-Test sowie die Bestimmung von Gangliosid-Antikörpern.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: AkdÄ: „Aus der UAW-Datenbank“: Guillain-Barré-Syndrom im (AkdÄ, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien