Grippeimpfstoff-Engpässe: PEI-Umfrage (AkdÄ 2020)
Hintergrund
Lieferengpässe bei Impfstoffen stellen in der medizinischen Versorgung regelmäßig eine große Herausforderung dar. Insbesondere bei saisonalen Vakzinen wie dem Grippeimpfstoff ist eine zeitgerechte und flächendeckende Verfügbarkeit entscheidend, um vulnerable Patientengruppen vor schweren Krankheitsverläufen zu schützen.
Die Drug Safety Mail 2020-70 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) greift diese Problematik auf. Sie informiert über eine Initiative des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), welche die Hintergründe von Versorgungsengpässen bei Influenza-Impfstoffen systematisch untersuchen soll.
Diese Zusammenfassung basiert auf der kurzen Informationsmitteilung der AkdÄ.
Empfehlungen
Die AkdÄ-Mitteilung fasst die Eckdaten der PEI-Umfrage wie folgt zusammen:
Zielsetzung der Erhebung
Das primäre Ziel der Umfrage ist es laut Mitteilung, die genauen Ursachen für Engpässe bei Grippeimpfstoffen zu identifizieren. Darauf aufbauend sollen Lösungsansätze entwickelt werden, um diese Lieferengpässe in Zukunft möglichst zu beheben.
Details zur Durchführung
Die Teilnahme an der Umfrage richtet sich an Ärztinnen und Ärzte. Die Mitteilung nennt folgende organisatorische Rahmenbedingungen:
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Die Beantwortung der 17 Fragen nimmt etwa 10 Minuten in Anspruch.
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Die Datenerhebung erfolgt vollständig anonym.
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Die Umfrage ist über einen direkten Link auf der Website des PEI erreichbar.
Weitere Informationsangebote
Zusätzlich zur Umfrage verweist das Dokument auf weitere Ressourcen des PEI. Dazu gehören allgemeine Informationen zu Lieferengpässen von Human-Impfstoffen sowie ein spezielles Formular für Verbrauchermeldungen zu bisher nicht gelisteten Impfstoff-Lieferengpässen.
💡Praxis-Tipp
Die AkdÄ erinnert in diesem Zusammenhang auch an die grundsätzliche Wichtigkeit der Meldung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) und Medikationsfehlern. Es wird darauf hingewiesen, dass entsprechende Verdachtsfälle gemäß der ärztlichen Berufsordnung an die Arzneimittelkommission gemeldet werden sollen, um die allgemeine Arzneimittelsicherheit zu erhöhen.
Häufig gestellte Fragen
Laut der AkdÄ-Mitteilung ist die Umfrage online unter dem Link www.pei.de/umfrage-aerzte abrufbar. Bei spezifischen Rückfragen wird auf die E-Mail-Adresse lieferengpaesse@pei.de verwiesen.
Die Beantwortung der 17 Fragen nimmt laut Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts etwa 10 Minuten in Anspruch. Die Daten werden dabei vollständig anonym erhoben.
Das PEI stellt auf seiner Website spezielle Formulare für Verbrauchermeldungen zu nicht gelisteten Impfstoff-Lieferengpässen zur Verfügung. Zudem bietet das Institut dort fortlaufend aktualisierte Informationen zu bestehenden Engpässen bei Human-Impfstoffen.
Die Meldung von UAWs und Medikationsfehlern kann direkt an die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft erfolgen. Dies entspricht den Vorgaben der Berufsordnung für Ärzte zur Gewährleistung der Arzneimittelsicherheit.
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Quelle: AkdÄ: Umfrage des Paul-Ehrlich-Instituts zur Verfügbarkeit von Grippeimpfstoffen. (AkdÄ, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.