AkdÄ2020

Herpes zoster nach Shingrix-Impfung: AkdÄ-Sicherheitswarnung

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf der Drug Safety Mail 2020-45 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ). Thematisiert werden unerwünschte Arzneimittelwirkungen im Zusammenhang mit dem Impfstoff Shingrix®.

Shingrix® ist ein adjuvantierter Subunit-Totimpfstoff, der seit Mitte 2018 in Deutschland verfügbar ist. Er wird zur Prävention von Herpes zoster (Gürtelrose) und der damit oft einhergehenden postherpetischen Neuralgie eingesetzt.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung standardmäßig für Personen ab einem Alter von 60 Jahren. Bei Vorliegen einer Immunsuppression oder einer anderen schweren Grundkrankheit wird die Impfung bereits ab 50 Jahren empfohlen.

Empfehlungen

Gemeldete unerwünschte Wirkungen

Der AkdÄ wurden Fälle von Herpes zoster sowie Zoster-artigen Hautläsionen gemeldet. Diese Läsionen traten teilweise bläschenförmig auf.

Auffällig war laut Bericht ein enger zeitlicher Zusammenhang zwischen der Verabreichung der Shingrix®-Impfung und dem Auftreten der Hautveränderungen.

Diskussion und Untersuchung

Ausgehend von zwei konkreten Fallbeispielen diskutiert die AkdÄ mögliche Pathomechanismen. Dabei wird geprüft, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Totimpfstoff und den Läsionen bestehen kann.

Zur weiteren Aufklärung dieser potenziellen Nebenwirkung initiierte das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) eine Studie. Gemäß einem Update der AkdÄ ist diese Studie mittlerweile abgeschlossen und die Ergebnisse wurden im Dezember 2023 veröffentlicht.

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💡Praxis-Tipp

Bei Personen, die in engem zeitlichem Zusammenhang nach einer Shingrix®-Impfung bläschenförmige oder Zoster-artige Hautläsionen entwickeln, sollte an eine mögliche unerwünschte Arzneimittelwirkung gedacht werden. Es wird empfohlen, solche Verdachtsfälle konsequent an die entsprechenden Stellen der Arzneimittelsicherheit zu melden.

Häufig gestellte Fragen

Die STIKO empfiehlt den Impfstoff für alle Personen ab 60 Jahren. Bei einer bestehenden Immunsuppression oder einer schweren Grundkrankheit wird die Impfung bereits ab 50 Jahren empfohlen.

Laut AkdÄ-Bericht kam es in engem zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung zu Fällen von Herpes zoster. Zudem wurden Zoster-artige, teilweise bläschenförmige Hautläsionen beobachtet.

Nein, laut dem Bericht der AkdÄ ist Shingrix® ein adjuvantierter Subunit-Totimpfstoff. Er wird zur Verhinderung von Gürtelrose und postherpetischer Neuralgie eingesetzt.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat eine Studie zur Untersuchung dieser potenziellen Nebenwirkung durchgeführt. Laut einem Update der AkdÄ wurde diese Studie abgeschlossen und die Ergebnisse im Dezember 2023 publiziert.

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Quelle: AkdÄ: Bekanntgabe im Deutschen Ärzteblatt vom 26.06.2020: Fallberichte von Herpes zoster bzw. Zoster-artigen Hautläsionen nach Shingrix®-Impfung (AkdÄ, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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