Vaxzevria und Thrombozytopenie: Rote-Hand-Brief AkdÄ
Hintergrund
Der Rote-Hand-Brief der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2021 thematisiert ein Sicherheitsrisiko im Zusammenhang mit dem COVID-19-Impfstoff Vaxzevria (AstraZeneca). Vaxzevria ist zur aktiven Immunisierung von Erwachsenen zur Vorbeugung gegen COVID-19 zugelassen.
Im Rahmen der Pharmakovigilanz wurden nach der Verabreichung des Vektor-Impfstoffs Fälle von Thrombozytopenie beobachtet. Dies schließt auch die Immunthrombozytopenie (ITP) ein, bei der das Immunsystem fälschlicherweise die eigenen Blutplättchen zerstört.
Eine Thrombozytopenie kann mit oder ohne assoziierte Blutungen auftreten. Die AkdÄ informiert in dieser Drug Safety Mail über die zeitlichen Zusammenhänge und die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen bei vorbelasteten Personen.
Empfehlungen
Die Warnung der AkdÄ formuliert folgende Kernaspekte zur Arzneimittelsicherheit:
Klinisches Bild und Zeitfenster
Laut Rote-Hand-Brief treten Fälle von Thrombozytopenie, einschließlich Immunthrombozytopenie (ITP), typischerweise in den ersten vier Wochen nach der Impfung mit Vaxzevria auf.
Es wird berichtet, dass es sehr selten zu schweren Verläufen kommt. Diese sind charakterisiert durch:
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Assoziierte Blutungen
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Thrombozytenwerte von unter 20.000 pro µl
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In einigen Fällen einen tödlichen Ausgang
Risikobewertung und Überwachung
In einigen der gemeldeten Fälle war eine Immunthrombozytopenie bereits in der Vorgeschichte bekannt. Die Publikation empfiehlt daher ein spezifisches Vorgehen bei Personen mit Vorerkrankungen:
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Bei einer thrombozytopenischen Erkrankung in der Anamnese wird empfohlen, das Risiko für die Entwicklung niedriger Thrombozytenwerte vor der Impfung zu berücksichtigen.
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In diesen Fällen wird eine Überwachung der Thrombozytenwerte nach der Impfung empfohlen.
Kontraindikationen
Der Rote-Hand-Brief warnt ausdrücklich vor dem Risiko einer Thrombozytopenie und Immunthrombozytopenie (ITP) nach der Anwendung von Vaxzevria. Besondere Vorsicht wird bei Personen mit einer bekannten thrombozytopenischen Erkrankung in der Vorgeschichte angemahnt.
💡Praxis-Tipp
Der Rote-Hand-Brief betont die Wichtigkeit der Anamnese bezüglich thrombozytopenischer Vorerkrankungen vor einer Impfung mit Vaxzevria. Es wird darauf hingewiesen, dass bei vorbelasteten Personen eine postvakzinale Überwachung der Thrombozytenwerte indiziert ist, da lebensbedrohliche Abfälle auf unter 20.000 pro µl auftreten können.
Häufig gestellte Fragen
Laut Rote-Hand-Brief der AkdÄ treten Fälle von Thrombozytopenie typischerweise innerhalb der ersten vier Wochen nach der Impfung mit Vaxzevria auf. Dies schließt auch die Immunthrombozytopenie (ITP) ein.
Die Warnung berichtet von sehr seltenen Fällen, in denen die Thrombozytenwerte auf unter 20.000 pro µl abfallen. Diese schweren Verläufe können mit Blutungen einhergehen und in Einzelfällen tödlich enden.
Bei einer thrombozytopenischen Erkrankung in der Vorgeschichte wird empfohlen, das Risiko für einen Thrombozytenabfall vor der Impfung sorgfältig abzuwägen. Zudem wird laut AkdÄ in diesen Fällen eine Überwachung der Thrombozytenwerte nach der Impfung empfohlen.
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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Vaxzevria™ (COVID-19-Impfstoff (AkdÄ, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.