AstraZeneca Impfstoff: Aussetzung wegen Thrombosen (AkdÄ)
Hintergrund
Die Drug Safety Mail 2021-16 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) greift eine dringende Information des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) vom März 2021 auf. Thema ist die Sicherheit des COVID-19-Impfstoffs von AstraZeneca im Rahmen der Pandemiebekämpfung.
Hintergrund der Mitteilung sind aufgetretene Fallberichte über schwerwiegende thrombotische Ereignisse nach der Verabreichung des Vektorimpfstoffs. Diese unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) führten zu einer Neubewertung des Nutzen-Risiko-Profils.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem seltenen, aber klinisch hochrelevanten Krankheitsbild der Sinusvenenthrombose. Dieses trat in den gemeldeten Fällen in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung und in Kombination mit einer Thrombozytopenie auf.
Empfehlungen
Die Information der AkdÄ formuliert folgende zentrale Maßnahmen und Hinweise:
Aussetzung der Impfung
Laut Mitteilung empfiehlt das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) die vorübergehende Aussetzung aller Impfungen mit dem COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca. Es wird betont, dass dieser Stopp vollumfänglich gilt.
Die Aussetzung betrifft gemäß der Publikation:
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Geplante Erstimpfungen mit dem Vakzin
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Anstehende Folgeimpfungen (Zweitimpfungen)
Klinische Warnzeichen und Überwachung
Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) führt laut Dokument derzeit eine detaillierte Analyse der vorliegenden Daten durch. Bis zur Klärung wird eine erhöhte ärztliche Vigilanz empfohlen.
Es wird darauf hingewiesen, dass geimpfte Personen bei bestimmten Symptomen unverzüglich ärztlich untersucht werden sollten. Dies gilt insbesondere, wenn sich Betroffene mehr als vier Tage nach der Impfung zunehmend unwohl fühlen.
Als spezifische Warnzeichen (Red Flags) nennt die Information:
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Starke und anhaltende Kopfschmerzen
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Punktförmige Hautblutungen (Petechien)
Kontraindikationen
Vorübergehender Anwendungsstopp
Aufgrund der Häufung von Sinusvenenthrombosen in Verbindung mit Thrombozytopenien darf der COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca vorübergehend nicht verabreicht werden. Dies stellt laut PEI-Empfehlung einen temporären Stopp für alle Erst- und Folgeimpfungen dar.
💡Praxis-Tipp
Die Mitteilung hebt hervor, dass bei geimpften Personen besonders auf Symptome geachtet werden sollte, die mehr als vier Tage nach der AstraZeneca-Impfung auftreten. Bei starken, persistierenden Kopfschmerzen oder dem Auftreten von Petechien wird eine sofortige ärztliche Abklärung auf mögliche thrombotische Ereignisse oder eine Thrombozytopenie empfohlen.
Häufig gestellte Fragen
Die Aussetzung erfolgte laut AkdÄ aufgrund von Fallberichten über schwerwiegende thrombotische Ereignisse. Auffällig war insbesondere eine Häufung von Sinusvenenthrombosen in Kombination mit einer Thrombozytopenie.
Ja, die Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts zur vorübergehenden Aussetzung gilt vollumfänglich. Sie betrifft laut Mitteilung sowohl Erst- als auch Folgeimpfungen.
Es wird empfohlen, auf ein zunehmendes Unwohlsein zu achten, das mehr als vier Tage nach der Impfung auftritt. Als konkrete Warnzeichen nennt die Information starke, anhaltende Kopfschmerzen sowie punktförmige Hautblutungen.
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) und Verdachtsfälle können an die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) gemeldet werden. Dies entspricht den Vorgaben der ärztlichen Berufsordnung.
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Quelle: AkdÄ: Information des PEI zum COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca: Vorübergehende Aussetzung. (AkdÄ, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.