AkdÄ2021

AstraZeneca Impfstoff: AkdÄ Sicherheitswarnung Thrombose

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Drug Safety Mail der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2021 informiert über Sicherheitsbewertungen des COVID-19-Impfstoffs von AstraZeneca. Es wird auf sehr seltene, aber potenziell lebensbedrohliche Komplikationen nach der Impfung hingewiesen.

Laut der Information des Paul-Ehrlich-Instituts wurde eine Kombination aus Thrombose und Thrombozytopenie beobachtet, die in einigen Fällen von Blutungen begleitet war. Diese Ereignisse traten mehrheitlich innerhalb der ersten sieben bis vierzehn Tage nach der Impfung auf.

Die Fälle wurden vorwiegend bei Frauen unter 55 Jahren verzeichnet. Die AkdÄ merkt jedoch an, dass dies auch die vermehrte Anwendung des Impfstoffs in dieser spezifischen Bevölkerungsgruppe widerspiegeln könnte.

Empfehlungen

Die AkdÄ formuliert folgende Kernempfehlungen zur Überwachung und Diagnostik:

Klinische Überwachung

Es wird empfohlen, bei geimpften Personen auf klinische Symptome zu achten, die auf eine niedrige Thrombozytenzahl oder eine Thrombose hinweisen. Eine sofortige ärztliche Vorstellung wird angeraten, wenn in den Wochen nach der Impfung folgende Symptome auftreten:

  • Kurzatmigkeit oder Brustschmerzen

  • Schwellungen an Armen oder Beinen

  • Punktförmige Einblutungen (Petechien) oder Blutergüsse über die Impfstelle hinaus

Diagnostisches Vorgehen

Bei der Abklärung entsprechender Symptome wird eine spezifische Labordiagnostik empfohlen. Diese sollte zwingend folgende Parameter umfassen:

  • Ein vollständiges Blutbild

  • Die Bestimmung der Thrombozytenzahl

  • Eine Gerinnungsdiagnostik

Neurologische Abklärung

Die AkdÄ weist darauf hin, dass vorübergehende Kopfschmerzen eine häufige Impfreaktion darstellen und nicht bei jeder Person eine weiterführende neurologische Bildgebung erfordern. Eine erweiterte Diagnostik mittels Bildgebung sollte spezifischen Risikofällen vorbehalten bleiben.

Eine umgehende weitere Diagnostik wird in folgenden Fällen empfohlen:

  • Schwere oder anhaltende Kopfschmerzen über mehrere Tage innerhalb der ersten zwei bis drei Wochen nach der Impfung, die nicht auf übliche Analgetika ansprechen

  • Auftreten von halbseitigen Lähmungen oder Gefühlsstörungen

  • Entwicklung von Sprachstörungen oder epileptischen Anfällen

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis der AkdÄ betrifft die Differenzierung von Kopfschmerzen nach der Impfung. Es wird betont, dass nicht jeder postvakzinale Kopfschmerz eine Bildgebung erfordert, sondern diese für therapierefraktäre, tagelang anhaltende Beschwerden oder beim Hinzutreten neurologischer Ausfälle (wie Paresen oder Sprachstörungen) reserviert bleiben sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut AkdÄ tritt die Mehrzahl der Fälle einer Kombination aus Thrombose und Thrombozytopenie innerhalb der ersten sieben bis vierzehn Tage nach der Impfung auf.

Es wird eine Gerinnungsdiagnostik sowie ein Blutbild mit Bestimmung der Thrombozytenzahl empfohlen. Dies dient der Abklärung einer möglichen Thrombozytopenie.

Eine Bildgebung wird empfohlen, wenn schwere Kopfschmerzen über mehrere Tage anhalten, nicht auf frei verkäufliche Analgetika ansprechen oder zusätzliche neurologische Symptome wie Lähmungen auftreten. Vorübergehende Kopfschmerzen erfordern hingegen keine sofortige Bildgebung.

Es wird empfohlen, auf kleine punktförmige Einblutungen (Petechien) oder Blutergüsse zu achten, die über die eigentliche Impfstelle hinausgehen. Bei deren Auftreten sollte umgehend eine ärztliche Abklärung erfolgen.

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Quelle: AkdÄ: Information des Paul-Ehrlich-Instituts zum (AkdÄ, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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