Tofacitinib (Xeljanz): VTE-Risiko & Dosisanpassung
Hintergrund
Tofacitinib (Xeljanz®) ist ein Immunsuppressivum, das zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis, der Psoriasis-Arthritis sowie der Colitis ulcerosa eingesetzt wird.
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Rote-Hand-Brief der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) vom März 2020. Anlass der Sicherheitswarnung war eine Interim-Analyse einer laufenden klinischen Studie zur kardiovaskulären Sicherheit des Wirkstoffs.
In dieser Analyse wurde ein dosisabhängig erhöhtes Risiko für venöse thromboembolische Ereignisse (VTE) festgestellt. Zudem zeigte sich insbesondere bei älteren Patienten ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende und potenziell tödlich verlaufende Infektionen.
💡Praxis-Tipp
Der Rote-Hand-Brief betont, dass bei Patienten über 65 Jahren aufgrund des erhöhten Infektionsrisikos primär nach Therapiealternativen gesucht werden sollte. Zudem wird eine proaktive Aufklärung aller Patienten über VTE-Symptome empfohlen, um im Notfall eine sofortige ärztliche Vorstellung zu gewährleisten.
Häufig gestellte Fragen
Eine Zwischenanalyse einer klinischen Studie zeigte ein dosisabhängig erhöhtes Risiko für venöse Thromboembolien (VTE). Zudem wurde ein erhöhtes Risiko für schwere und tödliche Infektionen festgestellt.
Laut Rote-Hand-Brief sollte bei rheumatoider Arthritis und Psoriasis-Arthritis die Dosierung von zweimal täglich 5 mg nicht überschritten werden.
Bei dieser Patientengruppe soll Tofacitinib nur erwogen werden, wenn keine geeignete Alternative zur Verfügung steht. Der Grund hierfür ist ein zusätzlich erhöhtes Risiko für schwere Infektionen.
Eine Erhaltungstherapie mit zweimal täglich 10 mg wird bei Patienten mit VTE-Risikofaktoren nicht empfohlen. Eine Ausnahme besteht laut Rote-Hand-Brief nur, wenn keine alternative Behandlung zur Verfügung steht.
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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Xeljanz® (Tofacitinib): Erhöhtes (AkdÄ, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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