Parenterale Ernährung Lichtschutz: Rote-Hand-Brief AkdÄ
Hintergrund
Die Drug Safety Mail 2019-48 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) fasst einen Rote-Hand-Brief zur parenteralen Ernährung (PE) zusammen. Diese Zusammenfassung basiert auf der Sicherheitswarnung von September 2019.
Parenterale Ernährung wird bei Früh- und Neugeborenen eingesetzt, wenn eine orale oder enterale Nahrungsaufnahme nicht ausreichend möglich oder kontraindiziert ist.
Wenn PE-Produkte, die Aminosäuren oder Fettemulsionen enthalten, Licht ausgesetzt werden, können Peroxide und andere toxische Abbauprodukte entstehen. Frühgeborene haben ein besonders hohes Risiko für oxidativen Stress, weshalb diese Abbauprodukte bei ihnen schwerwiegende unerwünschte Wirkungen verursachen können.
Empfehlungen
Der Rote-Hand-Brief formuliert folgende Kernempfehlungen zur Arzneimittelsicherheit:
Indikation für Lichtschutz
Es wird ein konsequenter Lichtschutz während der Verabreichung bestimmter PE-Produkte gefordert. Dies betrifft zwingend sowohl die Behältnisse als auch die verwendeten Infusionsbestecke.
Besonders betroffen sind laut Warnung Produkte, die folgende Bestandteile enthalten:
-
Aminosäuren
-
Fettemulsionen (Lipide)
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Vitamine
Betroffene Patientengruppen
Die Empfehlung zum Lichtschutz gilt für spezifische pädiatrische Altersgruppen, um die Bildung lichtinduzierter Abbauprodukte zu verlangsamen oder zu verhindern.
| Patientengruppe | Risiko für oxidativen Stress | Empfehlung zum Lichtschutz |
|---|---|---|
| Frühgeborene | Sehr hoch | Zwingend erforderlich |
| Reife Neugeborene | Erhöht | Vorsichtshalber empfohlen |
| Kinder unter 2 Jahren | Erhöht | Vorsichtshalber empfohlen |
Ziel der Maßnahme
Durch den konsequenten Lichtschutz soll die Entstehung von Peroxiden unterbunden werden. Dies dient der direkten Reduktion schwerwiegender unerwünschter Wirkungen in der Neonatologie und Pädiatrie.
Kontraindikationen
Der Rote-Hand-Brief warnt ausdrücklich vor der ungeschützten Lichtexposition von vitamin- und lipidhaltigen PE-Produkten bei Frühgeborenen. Es wird darauf hingewiesen, dass die entstehenden Peroxide aufgrund des oxidativen Stresses zu schweren Komplikationen führen können.
💡Praxis-Tipp
Laut Rote-Hand-Brief ist der Lichtschutz nicht nur auf die Infusionsbeutel zu beschränken, sondern muss zwingend auch die gesamten Infusionsbestecke umfassen. Es wird betont, dass gerade bei Frühgeborenen aufgrund des hohen Risikos für oxidativen Stress höchste Sorgfalt bei der Abschirmung geboten ist.
Häufig gestellte Fragen
Laut Rote-Hand-Brief entstehen unter Lichteinfluss Peroxide und andere Abbauprodukte in aminosäuren- oder fetthaltigen Lösungen. Diese können bei Frühgeborenen schwere unerwünschte Wirkungen auslösen.
Die Warnung der AkdÄ bezieht sich primär auf Frühgeborene, die das höchste Risiko tragen. Vorsichtshalber wird der Lichtschutz jedoch für alle reifen Neugeborenen und Kinder bis zum Alter von zwei Jahren empfohlen.
Am stärksten von der lichtinduzierten Zersetzung betroffen sind Produkte, die Vitamine und/oder Lipide (Fettemulsionen) enthalten. Auch aminosäurenhaltige Lösungen werden explizit in der Warnung genannt.
Nein, der Rote-Hand-Brief fordert explizit, dass sowohl die Behältnisse als auch die kompletten Infusionsbestecke während der Verabreichung vor Licht geschützt werden müssen.
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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Produkten für die parenterale (AkdÄ, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.