AkdÄ2020

Emla-Creme Überdosierung: AkdÄ-Sicherheitswarnung

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf einer kurzen Sicherheitswarnung der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ). Die Emla-Creme ist ein topisches Lokalanästhetikum, das die Wirkstoffe Lidocain und Prilocain enthält. Ein bekannter Risikofaktor von Prilocain ist die mögliche Auslösung einer Methämoglobinämie, bei der die Sauerstofftransportkapazität des Blutes lebensbedrohlich eingeschränkt wird.

Säuglinge und Kleinkinder sind für diese Komplikation besonders anfällig. Die AkdÄ berichtet über einen Fall, bei dem ein sieben Monate alter Säugling nach einer Überdosierung stationär behandelt werden musste. Die Eltern hatten die Creme irrtümlich anstelle von Panthenol zur regelmäßigen Wundpflege nach einer Zirkumzision aufgetragen.

Empfehlungen

Die AkdÄ formuliert folgende Kernempfehlungen zur Vermeidung von Überdosierungen:

Anwendung und Überwachung

  • Die Dosierungsempfehlungen für Emla-Creme sollen strikt eingehalten werden, insbesondere bei jungen Kindern.

  • Eine Anwendung auf der Haut und Schleimhaut im Genitalbereich sollte ausschließlich unter Aufsicht von medizinischem Fachpersonal erfolgen.

  • Nach Auffassung der AkdÄ wird auch bei Säuglingen unter drei Monaten eine Anwendung nur unter medizinischer Aufsicht empfohlen.

Prävention von Medikationsfehlern

  • Es wird empfohlen, Patienten und deren Betreuungspersonen umfassend über das Risiko einer Überdosierung aufzuklären.

  • Um das Risiko zu minimieren, sollte nach Möglichkeit stets die kleinste, medizinisch sinnvolle Packungsgröße verordnet und abgegeben werden.

Kontraindikationen

Die AkdÄ warnt vor der unbeaufsichtigten Anwendung von Emla-Creme im Genitalbereich sowie bei Säuglingen unter drei Monaten. Eine unsachgemäße, wiederholte oder großflächige Anwendung kann zu einer schweren Methämoglobinämie führen.

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💡Praxis-Tipp

Ein kritischer Fehler in der Praxis ist die Verordnung zu großer Packungseinheiten für einmalige oder kurzzeitige Eingriffe, was eine missbräuchliche Weiterverwendung durch die Eltern begünstigt. Es wird nachdrücklich empfohlen, stets die kleinste medizinisch sinnvolle Packungsgröße zu verordnen und die Eltern explizit auf die Gefahr einer Methämoglobinämie bei Überdosierung hinzuweisen.

Häufig gestellte Fragen

Emla enthält Prilocain, dessen Abbauprodukte eine Methämoglobinämie auslösen können. Säuglinge sind besonders anfällig für diese Einschränkung des Sauerstofftransports im Blut, weshalb die AkdÄ bei Kindern unter drei Monaten eine Anwendung nur unter medizinischer Aufsicht empfiehlt.

Laut AkdÄ sollte die Anwendung auf Haut und Schleimhäuten im Genitalbereich nur unter Aufsicht von medizinischem Fachpersonal erfolgen. Dies dient der Vermeidung von Überdosierungen durch eine zu großflächige oder zu dicke Auftragung durch Laien.

Die Sicherheitswarnung empfiehlt, Patienten und Eltern ausführlich über die korrekte Anwendung aufzuklären. Zudem sollte stets nur die kleinste, für den jeweiligen Eingriff notwendige Packungsgröße verordnet werden.

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Quelle: AkdÄ: Bekanntgabe der AkdÄ im Deutschen Ärzteblatt vom (AkdÄ, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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