AkdÄ2022

Vitamin-D3-Überdosierung bei Säuglingen: AkdÄ-Warnung

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) warnt in einer aktuellen Drug Safety Mail vor den Gefahren einer Vitamin-D3-Überdosierung bei Säuglingen. Diese Zusammenfassung basiert auf der entsprechenden Sicherheitsmitteilung.

Hintergrund der Warnung ist der Fallbericht eines sieben Monate alten Säuglings, der aufgrund einer ausgeprägten Vitamin-D-Intoxikation intensivmedizinisch behandelt werden musste. Die Eltern hatten die reguläre, ärztlich verordnete Prophylaxe abgesetzt.

Stattdessen wurde dem Kind über einen Zeitraum von fünf Monaten ein hochkonzentriertes Nahrungsergänzungsmittel aus dem Internet verabreicht. Der Fall verdeutlicht die potenziellen und oft unterschätzten Risiken frei verkäuflicher Präparate.

Empfehlungen

Die AkdÄ formuliert folgende Kernempfehlungen zur Vermeidung von Intoxikationen:

Anwendung von Vitamin-D-Präparaten

  • Vitamin-D3-haltige Arzneimittel sollen laut Mitteilung bei Kindern und Erwachsenen strikt gemäß der jeweiligen Produktinformation angewendet werden.

  • Bei Nahrungsergänzungsmitteln wird empfohlen, die Dosierungsempfehlungen sowie die altersspezifischen sicheren Zufuhrmengen der European Food Safety Agency (EFSA) einzuhalten.

Warnung vor hochkonzentrierten Präparaten

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass auch vermeintlich harmlose, frei verkäufliche Nahrungsergänzungsmittel erhebliche Risiken bergen können. Dies gilt laut AkdÄ insbesondere bei hohen Dosierungen oder hohen Konzentrationen.

Aus Sicht der Kommission sollten hochkonzentrierte Flüssigzubereitungen von Vitamin D3 bei Kindern generell vermieden werden. Als Grund wird die hohe Gefahr einer akzidentellen Überdosierung genannt.

Dosierung

Der Fallbericht der AkdÄ kontrastiert die empfohlene Prophylaxe mit der toxischen Überdosierung, die zu dem intensivpflichtigen Notfall führte:

Präparat / SituationTägliche DosisAnmerkung der AkdÄ
Ärztlich verordnete Prophylaxe500 IEInitiale, korrekte Verordnung für den Säugling
Hochkonzentriertes Internet-Präparat40.000 IEFührte nach 5 Monaten zur Intensivpflichtigkeit

Kontraindikationen

Die AkdÄ rät explizit von der Anwendung hochkonzentrierter Flüssigzubereitungen von Vitamin D3 bei Kindern ab. Es wird gewarnt, dass hierbei ein hohes Risiko für akzidentelle Überdosierungen besteht.

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💡Praxis-Tipp

Es wird empfohlen, Eltern im Rahmen der U-Untersuchungen aktiv auf die Gefahren von hochkonzentrierten, frei verkäuflichen Vitamin-D-Präparaten aus dem Internet hinzuweisen. Die AkdÄ betont, dass die vermeintliche Harmlosigkeit von Nahrungsergänzungsmitteln oft zu lebensgefährlichen Fehleinschätzungen und massiven Überdosierungen führt.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Fallbericht der AkdÄ beträgt die reguläre, ärztlich verordnete Vitamin-D3-Prophylaxe für Säuglinge 500 IE pro Tag. Es wird geraten, sich stets an die offiziellen Produktinformationen zugelassener Arzneimittel zu halten.

Die AkdÄ warnt speziell vor hochkonzentrierten Flüssigzubereitungen, da bei diesen eine besonders hohe Gefahr für akzidentelle Überdosierungen besteht. Bereits wenige Tropfen zu viel können toxische Mengen enthalten.

Die Sicherheitsmitteilung warnt davor, dass frei verkäufliche Nahrungsergänzungsmittel aus dem Internet erhebliche Risiken bergen können. Es wird empfohlen, die altersspezifischen sicheren Zufuhrmengen der EFSA strikt zu beachten und bei Säuglingen auf ärztlich verordnete Präparate zurückzugreifen.

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Quelle: AkdÄ: „Aus der UAW-Datenbank“: Vitamin-D3-Überdosierung bei einem Säugling (AkdÄ, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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