AkdÄ2018

Iberogast und Leberschäden: AkdÄ Sicherheitswarnung

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Informationsbrief der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2018 thematisiert sicherheitsrelevante Textergänzungen für das Präparat Iberogast®. Dieses pflanzliche Arzneimittel wird zur Behandlung von funktionellen und motilitätsbedingten Magen-Darm-Erkrankungen wie dem Reizmagen- und Reizdarmsyndrom eingesetzt.

Zudem findet es Anwendung zur unterstützenden Behandlung von Beschwerden bei einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis). Das Präparat enthält neben acht weiteren pflanzlichen Extrakten auch Schöllkrautextrakt.

Schöllkraut steht laut AkdÄ seit Längerem im Verdacht, Leberschäden auslösen zu können. Aufgrund neuer Fallberichte über Leberschädigungen bis hin zum Leberversagen wurden die Fach- und Gebrauchsinformationen des Medikaments entsprechend angepasst.

Empfehlungen

Warnhinweise und Symptome

Der Informationsbrief weist darauf hin, dass bei der Anwendung von Schöllkraut-haltigen Arzneimitteln Fälle von Leberschädigungen bis hin zum Leberversagen aufgetreten sind.

Es wird geraten, die Einnahme von Iberogast® sofort zu beenden und ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn Zeichen einer Leberschädigung auftreten.

Zu den im Dokument genannten Warnsymptomen zählen:

  • Gelbfärbung der Haut oder der Augen

  • Dunkler Urin und entfärbter Stuhl

  • Schmerzen im Oberbauch

  • Übelkeit, Appetitverlust und Müdigkeit

Kontraindikationen

Laut AkdÄ ergeben sich durch die neuen Erkenntnisse folgende strikte Kontraindikationen für die Einnahme von Iberogast®:

  • Bestehende oder frühere Lebererkrankungen

  • Gleichzeitige Anwendung von hepatotoxischen Arzneimitteln

  • Schwangerschaft

  • Stillzeit

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Aspekt im klinischen Alltag ist die proaktive Aufklärung über die potenziell hepatotoxische Wirkung von Schöllkraut-haltigen Phytotherapeutika wie Iberogast®. Es wird empfohlen, bei unklaren Leberwerterhöhungen oder gastrointestinalen Beschwerden gezielt die Selbstmedikation mit pflanzlichen Magen-Darm-Mitteln zu erfragen.

Häufig gestellte Fragen

Die AkdÄ berichtet über neue Fallberichte zu Leberschädigungen bis hin zum Leberversagen im Zusammenhang mit Schöllkraut-haltigen Arzneimitteln. Dies machte eine Anpassung der Fach- und Gebrauchsinformationen erforderlich.

Laut Informationsbrief darf das Präparat bei bestehenden oder früheren Lebererkrankungen nicht mehr eingenommen werden. Auch die gleichzeitige Einnahme anderer hepatotoxischer Medikamente stellt eine Kontraindikation dar.

Nein, das Dokument stellt klar, dass das Präparat in der Schwangerschaft und während der Stillzeit nicht eingenommen werden darf.

Zu den Warnzeichen gehören unter anderem eine Gelbfärbung von Haut oder Augen, dunkler Urin, entfärbter Stuhl sowie Oberbauchschmerzen und Übelkeit. Bei Auftreten dieser Symptome wird ein sofortiger Einnahmestopp und ein Arztbesuch angeraten.

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Quelle: AkdÄ: Informationsbrief zu Iberogast®: Textergänzungen in der Fach- und Gebrauchsinformation. (AkdÄ, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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