AkdÄ2017

Bendamustin (Levact) Rote-Hand-Brief: AkdÄ

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert in einem Rote-Hand-Brief aus dem Jahr 2017 über sicherheitsrelevante Erkenntnisse zu Bendamustin (Levact® und Generika). Der Wirkstoff wird zur Behandlung der chronisch lymphatischen Leukämie, des indolenten Non-Hodgkin-Lymphoms sowie des multiplen Myeloms eingesetzt.

Bendamustin entfaltet seine antineoplastische Wirkung durch die Alkylierung von DNA-Strängen. Dies führt zu einer Querverbindung der Einzel- und Doppelstränge und stört somit die DNA-Synthese und Reparaturmechanismen.

Anlass der Sicherheitsinformation sind Beobachtungen aus klinischen Studien, in denen der Wirkstoff außerhalb der zugelassenen Indikationen oder in nicht zugelassenen Kombinationen angewendet wurde.

Empfehlungen

Erhöhte Mortalität bei Off-Label-Use

Der Rote-Hand-Brief warnt vor einer erhöhten Mortalität, wenn Bendamustin außerhalb der zugelassenen Indikationen oder in nicht zugelassenen Kombinationen eingesetzt wird.

Als Hauptursache für die tödlichen Verläufe werden laut Dokument folgende Faktoren genannt:

  • Schwere und opportunistische Infektionen

  • Tödliche kardiale Toxizitäten

  • Tödliche neurologische und respiratorische Toxizitäten

Infektionsrisiko und Immunsuppression

Es wird auf das Risiko schwerwiegender und teils tödlich verlaufender Infektionen hingewiesen. Dazu zählen bakterielle Infektionen wie Sepsis und Pneumonie.

Zudem wird vor opportunistischen Erregern gewarnt, insbesondere:

  • Pneumocystis jirovecii

  • Varizella-Zoster-Virus

  • Cytomegalievirus

Hämatologische Toxizität

Laut Sicherheitsinformation kann die Therapie zu einer verlängerten Lymphozytopenie (< 600/µl) oder zu niedrigen CD4-positiven T-Zellzahlen (< 200/µl) führen.

Dieser Zustand kann mindestens sieben bis neun Monate nach Therapieende anhalten. Es wird betont, dass dieses Risiko vor allem bei einer Kombinationstherapie mit Rituximab auftritt.

Kontraindikationen

Der Rote-Hand-Brief hebt spezifische Warnhinweise für bestimmte Risikogruppen hervor.

Bei chronischen Trägern des Hepatitis-B-Virus sind unter der Therapie Reaktivierungen aufgetreten. In diesem Zusammenhang wurden Fälle von akutem Leberversagen berichtet, die teilweise tödlich endeten.

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💡Praxis-Tipp

Der Rote-Hand-Brief warnt ausdrücklich vor dem Einsatz von Bendamustin außerhalb der zugelassenen Indikationen oder in unzulässigen Kombinationen, da hierbei eine erhöhte Mortalität beobachtet wurde. Zudem wird darauf hingewiesen, dass eine therapiebedingte Lymphozytopenie und CD4-Depletion insbesondere bei Kombination mit Rituximab noch sieben bis neun Monate nach Therapieende anhalten kann, was eine langanhaltende Anfälligkeit für opportunistische Infektionen bedingt.

Häufig gestellte Fragen

Der Rote-Hand-Brief informiert über eine erhöhte Mortalität in klinischen Studien. Diese trat auf, wenn Bendamustin außerhalb der zugelassenen Indikationen oder in nicht zugelassenen Kombinationen eingesetzt wurde.

Laut Sicherheitsinformation kommt es zu schweren bakteriellen Infektionen wie Sepsis und Pneumonie. Zudem wird vor opportunistischen Infektionen durch Pneumocystis jirovecii, das Varizella-Zoster-Virus und das Cytomegalievirus gewarnt.

Eine Lymphozytopenie oder eine Reduktion der CD4-positiven T-Zellen kann laut AkdÄ mindestens sieben bis neun Monate nach Therapieende anhalten. Dies wird besonders häufig bei einer Kombination mit Rituximab beobachtet.

Bei chronischen Trägern des Hepatitis-B-Virus wurden Reaktivierungen des Virus berichtet. Es wird auf Fälle von akutem Leberversagen hingewiesen, die auch tödlich verlaufen können.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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