COVID-19-Impfung: Nebenwirkungen, Myokarditis und TTS
Hintergrund
Der Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) fasst die gemeldeten Verdachtsfälle von Nebenwirkungen nach COVID-19-Impfungen in Deutschland zusammen. Der Beobachtungszeitraum erstreckt sich vom Beginn der Impfkampagne im Dezember 2020 bis Ende November 2021.
In diesem Zeitraum wurden über 123 Millionen Impfungen mit den mRNA-Impfstoffen Comirnaty und Spikevax sowie den Vektor-Impfstoffen Vaxzevria und COVID-19 Vaccine Janssen durchgeführt. Die allgemeine Melderate betrug 1,6 Verdachtsfälle pro 1.000 Impfdosen.
Schwerwiegende Reaktionen wurden mit einer Häufigkeit von 0,2 Meldungen pro 1.000 Impfdosen erfasst. Der Bericht betont, dass die ganz überwiegende Mehrzahl der Nebenwirkungen vorübergehende lokale und systemische Reaktionen darstellt.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht betont die Wichtigkeit einer frühzeitigen Diagnose bei Verdacht auf ein Thrombose-mit-Thrombozytopenie-Syndrom (TTS) nach Vektor-Impfstoffen, welches sich durch Thrombosen an ungewöhnlichen Orten und Anti-PF4-Antikörper auszeichnet. Bei jungen Männern, die sich wenige Tage nach einer mRNA-Impfung mit Brustschmerzen vorstellen, wird eine klinische Abklärung hinsichtlich einer Myokarditis angeraten.
Häufig gestellte Fragen
Laut PEI-Bericht ist das Risiko sehr selten, tritt aber gehäuft bei jungen Männern zwischen 18 und 29 Jahren nach der zweiten Dosis eines mRNA-Impfstoffs auf. Die Melderate ist nach Spikevax höher als nach Comirnaty, weshalb die STIKO für Personen unter 30 Jahren Comirnaty empfiehlt.
Die Daten zeigen, dass die Melderaten für Nebenwirkungen nach der dritten Impfdosis mit mRNA-Impfstoffen deutlich geringer ausfallen als nach der Grundimmunisierung. Es werden vorwiegend vorübergehende lokale Reaktionen wie Schmerzen an der Einstichstelle gemeldet.
Ein Thrombose-mit-Thrombozytopenie-Syndrom (TTS) ist charakterisiert durch Thrombosen an ungewöhnlichen Lokalisationen, wie Sinusvenen, bei gleichzeitiger Thrombozytopenie. Diagnostisch wegweisend ist laut Bericht der Nachweis von Antikörpern gegen den Plättchenfaktor 4 (Anti-PF4).
Eine statistische Analyse des PEI ergab für keinen der eingesetzten Impfstoffe ein Risikosignal für eine erhöhte Sterblichkeit. Die Anzahl der gemeldeten Todesfälle lag nicht über der statistisch zufällig zu erwartenden Hintergrundinzidenz.
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Quelle: AkdÄ: Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) vom (AkdÄ, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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