Codein bei Kindern: CYP2D6-Polymorphismus und Risiken

Diese Leitlinie stammt aus 2012 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2012)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die BfArM-Sicherheitswarnung aus dem Jahr 2012 thematisiert das Risiko von lebensbedrohlichen Atemdepressionen und Todesfällen bei Kindern nach der Einnahme von Codein. Auslöser waren Berichte der US-amerikanischen FDA über Todesfälle bei Kindern im Alter von zwei bis fünf Jahren, die Codein in der empfohlenen Dosierung zur Schmerzbehandlung erhielten.

Codein ist ein Opiat, das im Körper über das Enzym CYP2D6 zu Morphin abgebaut wird. Bei sogenannten „Ultra-rapid“-Metabolisierern liegt aufgrund eines genetischen Polymorphismus eine stark erhöhte Enzymaktivität vor. Dies führt zu einer raschen Umwandlung in Morphin und in der Folge zu toxischen Blutkonzentrationen.

Die Prävalenz dieser schnellen Metabolisierer variiert stark nach ethnischer Herkunft:

Ethnische GruppePrävalenz der schnellen Metabolisierer
Kaukasier1-7 %
Afrikanische AbstammungBis zu 29 %
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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird darauf hingewiesen, dass eine toxische Morphinanflutung bei „Ultra-rapid“-Metabolisierern auch bei strikter Einhaltung der empfohlenen Codein-Dosierung auftreten kann.

Häufig gestellte Fragen

Codein wird über das Enzym CYP2D6 zu Morphin abgebaut. Bei Kindern mit einem genetischen Polymorphismus ("Ultra-rapid"-Metabolisierer) geschieht dies zu schnell, was zu toxischen Morphinspiegeln und Atemdepression führen kann.

Die Häufigkeit variiert nach ethnischer Herkunft. Bei Kaukasiern liegt die Prävalenz bei ein bis sieben Prozent, während sie bei Menschen afrikanischer Abstammung bis zu 29 Prozent betragen kann.

Zu den Warnzeichen gehören ungewöhnliche Schläfrigkeit, Verwirrtheit, schwere und laute Atmung sowie Atemnot. Diese Symptome erfordern einen sofortigen Therapieabbruch und ärztliche Konsultation.

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Quelle: Codein: Genetischer Polymorphismus - Todesfälle bei Kindern (BfArM, 2012). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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