Dimenhydrinat bei Kindern: Indikation und Dosierung

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informieren über schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkungen bei Kleinkindern. Im Fokus stehen orale und rektale Darreichungsformen von Dimenhydrinat und Diphenhydramin bei Kindern bis zu drei Jahren.

Hintergrund der Warnung sind 39 gemeldete Fälle von schweren Nebenwirkungen in dieser Altersgruppe, darunter fünf Todesfälle. Häufig traten die Komplikationen im Rahmen einer Überdosierung oder bei der Behandlung von fieberhaften Infekten und Gastroenteritiden auf.

Diphenhydramin ist die eigentlich antiemetisch wirkende Substanz, wobei Dimenhydrinat zu etwa 56 Prozent aus Diphenhydramin besteht. Die Wirkstoffe können an zerebrale H1-Rezeptoren binden und zentralnervöse Symptome wie Krampfanfälle auslösen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die AkdÄ warnt eindringlich davor, Dimenhydrinat bei Kleinkindern mit fieberhaften Magen-Darm-Infekten einzusetzen, da die Substanz die Krampfschwelle senkt und in dieser ohnehin vulnerablen Gruppe schwere Krampfanfälle auslösen kann. Es wird betont, dass bei einer unkomplizierten Gastroenteritis die orale Rehydratation stets Vorrang vor einer medikamentösen antiemetischen Therapie hat.

Häufig gestellte Fragen

Laut AkdÄ darf bei Kindern unter drei Jahren eine Tageshöchstdosis von 5 mg pro Kilogramm Körpergewicht innerhalb von 24 Stunden nicht überschritten werden. Eine Überdosierung kann in dieser Altersgruppe lebensbedrohlich sein.

Die Sicherheitswarnung rät vom Einsatz Dimenhydrinat-haltiger Antiemetika bei einer einfachen Gastroenteritis ab. Studien zeigen keinen Vorteil gegenüber einer reinen Flüssigkeits- und Elektrolytsubstitution.

Kleinkinder neigen bei fieberhaften Infekten zu Fieberkrämpfen. Da Dimenhydrinat zentralnervöse Nebenwirkungen hat und selbst Krampfanfälle auslösen kann, wird von einer Gabe bei Fieber dringend abgeraten.

Gemäß der Fachinformation dürfen feste Formulierungen mit 70 mg Dimenhydrinat nicht bei Kindern unter 14 kg Körpergewicht angewendet werden.

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Quelle: AkdÄ: Information zu Dimenhydrinat- und (AkdÄ, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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