Muttermilch- vs. Kuhmilch-Fortifier: NEC-Prävention
Hintergrund
Frühgeborene, die mit Muttermilch ernährt werden, weisen im Vergleich zur Formulanahrung eine geringere Morbidität auf. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist das reduzierte Risiko für eine nekrotisierende Enterokolitis (NEC).
Um den hohen Nährstoffbedarf von Frühgeborenen zu decken, wird Muttermilch in der klinischen Praxis häufig mit sogenannten Fortifiern (Muttermilchsupplementen) angereichert. Diese basieren traditionell auf Kuhmilchprotein.
Mittlerweile sind auch Fortifier auf Basis von humaner Muttermilch verfügbar. Dieser Cochrane Review untersucht, ob der Einsatz von humanen im Vergleich zu bovinen Fortifiern die Mortalität und Morbidität bei Frühgeborenen weiter senken kann.
💡Praxis-Tipp
Der Cochrane Review verdeutlicht, dass der Wechsel von etablierten Kuhmilch-basierten Fortifiern auf Muttermilch-basierte Präparate bei ausschließlich mit Muttermilch ernährten Frühgeborenen aktuell nicht durch starke Evidenz gestützt wird. Es wird darauf hingewiesen, dass sich in der bisherigen Datenlage kein Überlebensvorteil oder ein reduziertes NEC-Risiko durch humane Fortifier ableiten lässt.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Cochrane Review gibt es aktuell keine Evidenz dafür, dass humane Fortifier das Risiko für eine nekrotisierende Enterokolitis (NEC) im Vergleich zu bovinen Fortifiern senken. Die Datenlage hierzu wird als qualitativ niedrig eingestuft.
Der Review zeigt, dass humane Fortifier im Vergleich zu Kuhmilch-basierten Präparaten keine signifikante Verbesserung des Wachstums bei Frühgeborenen bewirken. Auch die Nahrungstoleranz wird nicht nachweislich verbessert.
Die Studienlage wird im Review als unzureichend beschrieben. Es konnte nur eine einzige randomisiert-kontrollierte Studie mit 127 Frühgeborenen in die Meta-Analyse eingeschlossen werden.
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Quelle: Cochrane Review: Human milk-derived fortifier versus bovine milk-derived fortifier for prevention of mortality and morbidity in preterm neonates (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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