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Lactoferrin bei Frühgeborenen: Sepsis- & NEK-Prävention

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Sepsis und die nekrotisierende Enterokolitis (NEK) stellen weltweit führende Ursachen für Mortalität und Morbidität bei Frühgeborenen dar. Trotz des Einsatzes potenter Antibiotika bleiben die Komplikationsraten hoch.

Lactoferrin ist ein Glykoprotein, das natürlicherweise im menschlichen Kolostrum und in der Muttermilch vorkommt. Es besitzt antimikrobielle Eigenschaften gegen Bakterien sowie Pilze und wirkt immunmodulatorisch.

Der vorliegende Cochrane Review (2020) untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit einer enteralen Lactoferrin-Supplementierung bei Frühgeborenen. Ziel ist die Beurteilung der Prävention von Sepsis und NEK durch diese Maßnahme.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review warnt davor, dass die positiven Effekte von Lactoferrin auf die Spätsepsis möglicherweise durch einen Publikationsbias überschätzt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass kleine Studien mit methodischen Mängeln die Effektstärke künstlich erhöhen könnten. Daher ist bei der klinischen Implementierung eine kritische Abwägung der aktuell noch niedrigen Evidenzqualität erforderlich.

Häufig gestellte Fragen

Laut Meta-Analyse zeigt die alleinige Gabe von Lactoferrin keinen signifikanten Effekt auf die NEK-Inzidenz. Eine Kombination aus Lactoferrin und Probiotika verringert das Risiko für eine NEK ab Stadium II, wobei die Evidenz hierfür als sehr niedrig eingestuft wird.

Der Review zeigt, dass die enterale Supplementierung das Risiko für eine Spätsepsis sowie für Pilzinfektionen senkt. Dieser Effekt wurde sowohl für die Monotherapie als auch für die Kombination mit Probiotika beobachtet.

In den ausgewerteten Studien wurden keine unerwünschten Wirkungen durch die Supplementierung berichtet. Die Sicherheit gilt in den untersuchten Dosierungen als gut, auch wenn Langzeitdaten teilweise noch ausstehen.

Die Auswertung der verfügbaren Daten zeigt keinen Unterschied in der neurologischen Entwicklung im Alter von 24 Monaten. Weder im Mullen- noch im Bayley-III-Test ergaben sich signifikante Abweichungen zur Kontrollgruppe.

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Quelle: Cochrane Review: Enteral lactoferrin supplementation for prevention of sepsis and necrotizing enterocolitis in preterm infants (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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