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Biologika bei chronischer Rhinosinusitis: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Cochrane Review aus dem Jahr 2021 untersucht die medikamentöse Behandlung der chronischen Rhinosinusitis mit Biologika. Die Erkrankung ist durch eine Entzündung der Nasen- und Nasennebenhöhlenschleimhaut, verstopfte Nase, Rhinorrhoe, Gesichtsschmerz und Geruchsverlust gekennzeichnet.

Sie tritt mit oder ohne Nasenpolypen auf. Bei den untersuchten Biologika handelt es sich um monoklonale Antikörper, die bereits bei anderen entzündlichen Erkrankungen wie Asthma eingesetzt werden.

Die analysierten Studien schlossen fast ausschließlich erwachsene Personen mit schwerer chronischer Rhinosinusitis und Nasenpolypen ein. Alle untersuchten Personen erhielten zusätzlich intranasale Steroide.

Empfehlungen

Der Review bewertet die Evidenz für drei verschiedene monoklonale Antikörper. Die primären Endpunkte umfassten die krankheitsspezifische Lebensqualität (gemessen mit dem SNOT-22-Score), die Krankheitsschwere und schwerwiegende unerwünschte Ereignisse.

Biologikum (Zielstruktur)Lebensqualität (SNOT-22)Krankheitsschwere (VAS)Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse
Dupilumab (Anti-IL-4Rα)Große Verbesserung (hohe Evidenz)Wahrscheinlich große Verbesserung (moderate Evidenz)Mögliche Reduktion im Vergleich zu Placebo
Omalizumab (Anti-IgE)Wahrscheinlich große Verbesserung (moderate Evidenz)Keine Evidenz vorhandenSehr unsicherer Effekt
Mepolizumab (Anti-IL-5)Mögliche Verbesserung (niedrige Evidenz)Sehr unsicherer Effekt (sehr niedrige Evidenz)Sehr unsicherer Effekt

Dupilumab

Laut den Autoren führt Dupilumab nach 24 Wochen zu einer signifikanten Verbesserung der krankheitsspezifischen Lebensqualität. Zudem wird nach 16 bis 52 Wochen wahrscheinlich eine deutliche Reduktion der Krankheitsschwere erreicht.

Es zeigt sich eine mögliche Verringerung schwerwiegender unerwünschter Ereignisse im Vergleich zu Placebo (5,9 % vs. 12,5 %).

Omalizumab und Mepolizumab

Für Omalizumab zeigt der Review nach 24 Wochen wahrscheinlich eine große Verbesserung der Lebensqualität. Es liegen jedoch keine Daten zur allgemeinen Krankheitsschwere vor.

Bei Mepolizumab ist nach 25 Wochen eine Verbesserung der Lebensqualität möglich. Die Auswirkungen auf die Krankheitsschwere und schwerwiegende unerwünschte Ereignisse sind bei diesem Wirkstoff sehr unsicher.

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💡Praxis-Tipp

Der Review unterstreicht, dass die untersuchte Population fast ausschließlich aus Personen mit Nasenpolypen (99,8 %) bestand, die begleitend topische nasale Steroide anwendeten. Die Ergebnisse zur Wirksamkeit der Biologika, insbesondere die hohe Evidenz für Dupilumab, beziehen sich daher auf diese spezifische Kombinationstherapie.

Häufig gestellte Fragen

Der Review analysiert die Wirksamkeit der drei monoklonalen Antikörper Dupilumab, Mepolizumab und Omalizumab. Diese richten sich gegen unterschiedliche entzündliche Zielstrukturen.

Laut den Daten weist Dupilumab die höchste Evidenz für eine Verbesserung der krankheitsspezifischen Lebensqualität auf. Zudem zeigt es als einziges der untersuchten Biologika eine moderate Evidenz für die Reduktion der Krankheitsschwere.

Nein, in allen eingeschlossenen Studien erhielten die behandelten Personen weiterhin intranasale Steroide. Die Biologika wurden als Zusatztherapie bei schwerer chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen evaluiert.

Für Dupilumab zeigt sich eine mögliche Reduktion schwerwiegender unerwünschter Ereignisse im Vergleich zu Placebo. Bei Mepolizumab und Omalizumab ist die Datenlage bezüglich schwerwiegender unerwünschter Ereignisse laut Review sehr unsicher.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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