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Eosinophile Ösophagitis Therapie: Cochrane Review

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die eosinophile Ösophagitis (EoE) ist eine chronische, antigenvermittelte entzündliche Erkrankung, die isoliert in der Speiseröhre auftritt. Für die Diagnose wird eine Kombination aus klinischen Symptomen einer ösophagealen Dysfunktion und histologischen Befunden mit mindestens 15 Eosinophilen pro High-Power-Field (HPF) gefordert.

Laut dem vorliegenden Cochrane Review (2023) ist ein fehlendes Ansprechen auf Protonenpumpeninhibitoren (PPI) für die Diagnosestellung nicht mehr erforderlich. Es wird jedoch weiterhin empfohlen, andere Ursachen für eine ösophageale Eosinophilie vorab auszuschließen.

Da die Erkrankung derzeit nicht heilbar ist, ist in der Regel eine Langzeittherapie notwendig. Zu den Standardtherapien gehören Diätanpassungen, ösophageale Dilatation sowie medikamentöse Ansätze mit Kortikosteroiden, Biologika und PPI.

Empfehlungen

Der systematische Review bewertet die Wirksamkeit medikamentöser Interventionen zur Induktion einer Remission bei der eosinophilen Ösophagitis.

Kortikosteroide

Für den Einsatz von Kortikosteroiden im Vergleich zu Placebo ergeben sich folgende Resultate:

  • Kortikosteroide führen zu einer deutlichen histologischen Verbesserung (hohe Evidenz, NNT = 3).

  • Es zeigt sich eine leichte klinische Symptomverbesserung (niedrige Evidenz, NNT = 4).

  • Die Auswirkungen auf eine endoskopische Verbesserung sind uneindeutig und hängen von der jeweiligen Messmethode ab.

  • Therapieabbrüche aufgrund von unerwünschten Ereignissen treten unter Kortikosteroiden möglicherweise seltener auf als unter Placebo.

Biologika

Für die Therapie mit Biologika im Vergleich zu Placebo zeigt die Meta-Analyse folgende Ergebnisse:

  • Biologika bewirken eine deutliche histologische Verbesserung (moderate Evidenz, NNT = 2).

  • Eine klinische Symptomverbesserung zeigt sich nur bei kontinuierlicher Messung, während dichotome Messungen keinen Unterschied zu Placebo belegen.

  • Eine endoskopische Verbesserung durch Biologika ist nicht eindeutig nachweisbar.

  • Die Rate der Therapieabbrüche aufgrund unerwünschter Ereignisse unterscheidet sich nicht signifikant von Placebo.

Vergleich der Therapieoptionen

Die nachfolgende Tabelle fasst die Wirksamkeit der beiden Hauptstoffklassen basierend auf den primären Endpunkten zusammen:

TherapieHistologische VerbesserungKlinische VerbesserungEndoskopische Verbesserung
KortikosteroideDeutlich (hohe Evidenz)Leicht (niedrige Evidenz)Uneindeutig
BiologikaDeutlich (moderate Evidenz)Uneindeutig (methodenabhängig)Nicht eindeutig nachweisbar
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💡Praxis-Tipp

Ein fehlendes Ansprechen auf Protonenpumpeninhibitoren (PPI) ist für die Diagnosestellung einer eosinophilen Ösophagitis nicht mehr zwingend erforderlich. Es wird jedoch weiterhin betont, dass andere Ursachen einer ösophagealen Eosinophilie vor der endgültigen Diagnosefindung ausgeschlossen werden sollten.

Häufig gestellte Fragen

Die Diagnose erfordert klinische Symptome einer ösophagealen Dysfunktion sowie den histologischen Nachweis von mindestens 15 Eosinophilen pro High-Power-Field (HPF). Ein vorheriger erfolgloser Therapieversuch mit PPI wird für die Diagnose nicht mehr zwingend vorausgesetzt.

Laut Review führen Kortikosteroide zu einer deutlichen histologischen Verbesserung mit hoher Evidenz. Die klinische Symptomverbesserung fällt in den Studien hingegen nur leicht aus.

Biologika zeigen eine deutliche histologische Verbesserung bei moderater Evidenz. Die klinische Symptomverbesserung ist jedoch methodenabhängig und nicht in allen Messungen eindeutig belegt.

Zu den Zielen zählen die Linderung klinischer Symptome, die Rückbildung der Eosinophilie, eine endoskopische Verbesserung sowie die Steigerung der Lebensqualität. Zudem soll ein Fortschreiten der Erkrankung und das Auftreten von Komplikationen verhindert werden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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