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Aspirin-Desensibilisierung bei N-ERD: Cochrane Review

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die NSAR-exazerbierte Atemwegserkrankung (N-ERD) ist durch eine Überempfindlichkeit gegenüber nichtsteroidalen Antirheumatika wie Aspirin oder Ibuprofen gekennzeichnet. Sie geht typischerweise mit einer chronischen Rhinosinusitis, oft mit Nasenpolypen, oder Asthma einher. Die Prävalenz der NSAR-Überempfindlichkeit wird auf etwa 2 % geschätzt.

Als primäre Maßnahme gilt die strikte Vermeidung von NSAR. Eine therapeutische Alternative stellt die Aspirin-Behandlung nach Desensibilisierung (ATAD) dar, bei der Aspirin in festen Zeitabständen wiederholt verabreicht wird.

Der klinische Nutzen der Desensibilisierung beruht vermutlich auf der Hemmung von Interleukin-4 und der Reduktion von Prostaglandin D2. Diese Therapieoption wird insbesondere für Personen mit progredienter Atemwegserkrankung evaluiert, die einen hohen Bedarf an systemischen Kortikosteroiden oder chirurgischen Eingriffen haben.

Empfehlungen

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract des Cochrane Reviews. Die Autoren fassen die Evidenz zur oralen Aspirin-Desensibilisierung (ATAD) im Vergleich zu Placebo wie folgt zusammen:

Lebensqualität

  • Die Therapie kann die gesundheitsbezogene Lebensqualität nach sechs Monaten verbessern (niedrige Evidenzqualität).

  • Auch im Langzeitverlauf von 36 Monaten zeigt sich möglicherweise eine Verbesserung der Lebensqualität (niedrige Evidenzqualität).

Asthmakontrolle und Symptomatik

  • Bezüglich einer verbesserten Asthmakontrolle ist die Evidenzlage derzeit unsicher (sehr niedrige Evidenzqualität).

  • Es ist unklar, ob die Dosis von intranasalen oder inhalativen Kortikosteroiden durch die Desensibilisierung reduziert werden kann.

  • Auf die Größe von Nasenpolypen hat die Behandlung nach 36 Monaten wahrscheinlich kaum bis keinen Einfluss.

Unerwünschte Ereignisse

  • Die Datenlage zu Nebenwirkungen ist insgesamt unzureichend.

  • In den untersuchten Studien kam es bei einigen Behandelten zu gastrointestinalen Beschwerden, die zu einem Therapieabbruch führten.

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💡Praxis-Tipp

Der Review weist darauf hin, dass die Aspirin-Desensibilisierung zwar die Lebensqualität bei N-ERD verbessern kann, die Evidenz für eine bessere Asthmakontrolle jedoch unzureichend ist. Es wird betont, dass mögliche gastrointestinale Nebenwirkungen zu Therapieabbrüchen führen können. Zudem wird die Beurteilung des Therapieerfolgs in der Praxis oft durch notwendige Begleitmedikationen erschwert.

Häufig gestellte Fragen

Die N-ERD (NSAR-exazerbierte Atemwegserkrankung) ist eine Überempfindlichkeit gegen NSAR wie Ibuprofen oder Aspirin. Sie tritt laut Review meist in Kombination mit chronischer Rhinosinusitis, Nasenpolypen oder Asthma auf.

Der Cochrane Review zeigt, dass die Desensibilisierung die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Betroffenen verbessern kann. Die Auswirkungen auf die Asthmakontrolle oder die Reduktion von Kortikosteroiden sind jedoch noch unsicher.

Die Evidenz zu Nebenwirkungen ist laut Review sehr niedrig. Es wird jedoch berichtet, dass gastrointestinale Beschwerden auftreten können, die teilweise zu einem Abbruch der Behandlung führen.

Gemäß den Langzeitdaten des Reviews hat die Aspirin-Behandlung nach Desensibilisierung wahrscheinlich kaum bis keinen Einfluss auf die Größe von Nasenpolypen.

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Quelle: Cochrane Review: Oral and intranasal aspirin desensitisation for non-steroidal anti-inflammatory drug (NSAID)-exacerbated respiratory disease (Cochrane, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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