Belimumab (Benlysta): Psychiatrische Risiken bei SLE
Hintergrund
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) hat in einer Drug Safety Mail (2019-14) über einen Rote-Hand-Brief zu Belimumab (Benlysta®) informiert. Belimumab ist in bestimmten klinischen Situationen als Zusatztherapie zur Behandlung des systemischen Lupus erythematodes (SLE) zugelassen.
In einer klinischen Studie wurde bei Patienten, die Belimumab zusätzlich zu ihrer Standardtherapie erhielten, ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende psychiatrische Ereignisse beobachtet. Zu diesen Ereignissen zählen Depressionen, suizidale Gedanken, suizidales Verhalten einschließlich vollendetem Suizid sowie Selbstverletzungen.
Depression ist bereits als bekannte Nebenwirkung in der Fachinformation des Präparats aufgeführt. Die aktuelle Warnung präzisiert und betont die Schwere der möglichen psychiatrischen Komplikationen unter der Therapie.
Empfehlungen
Die Sicherheitswarnung formuliert folgende Kernempfehlungen für den klinischen Umgang mit Belimumab:
Vor der Verordnung
Laut der Warnung wird empfohlen, das Risiko für Depressionen, Suizidgedanken, suizidales Verhalten oder Selbstverletzungen vor Therapiebeginn gründlich zu bewerten. Dabei sollte die psychiatrische Vorgeschichte sowie die gegenwärtige psychiatrische Verfassung der Patienten zwingend berücksichtigt werden.
Während der Therapie
Unter der laufenden Therapie mit Belimumab wird eine engmaschige Überwachung der Patienten hinsichtlich psychiatrischer Risiken empfohlen.
Patientenaufklärung
Es wird angeraten, Patienten und deren betreuende Personen explizit über die Risiken aufzuklären. Ihnen sollte geraten werden, umgehend medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, falls:
-
Depressionen, Suizidgedanken oder suizidales Verhalten neu auftreten
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Sich bestehende psychiatrische Symptome verstärken
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Tendenzen zur Selbstverletzung beobachtet werden
Kontraindikationen
Die Sicherheitswarnung weist auf ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende psychiatrische Ereignisse hin. Dies umfasst:
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Depressionen
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Suizidale Gedanken
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Suizidales Verhalten (einschließlich vollendetem Suizid)
-
Selbstverletzung
💡Praxis-Tipp
Laut der Sicherheitswarnung ist die psychiatrische Anamnese vor dem Start einer Therapie mit Belimumab essenziell. Es wird empfohlen, nicht nur die Patienten selbst, sondern auch deren Angehörige oder Betreuer für neu auftretende oder sich verschlechternde depressive und suizidale Symptome zu sensibilisieren, damit diese bei Bedarf sofort ärztliche Hilfe suchen.
Häufig gestellte Fragen
In einer klinischen Studie wurde unter der Therapie mit Belimumab ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende psychiatrische Ereignisse wie Depressionen und Suizidalität festgestellt. Die AkdÄ informierte darüber in einer entsprechenden Drug Safety Mail.
Belimumab (Benlysta®) ist in bestimmten klinischen Situationen als Zusatztherapie zur Behandlung des systemischen Lupus erythematodes (SLE) zugelassen.
Laut der Sicherheitswarnung wird eine gründliche Bewertung der psychiatrischen Vorgeschichte und der aktuellen psychischen Verfassung des Patienten empfohlen. Das Risiko für Depressionen und suizidales Verhalten muss vor Therapiebeginn abgewogen werden.
Es wird empfohlen, Patienten und Betreuern zu raten, bei neu auftretenden oder sich verschlechternden Depressionen, Suizidgedanken oder Selbstverletzungstendenzen umgehend medizinische Hilfe aufzusuchen.
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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Belimumab (Benlysta®): Erhöhtes (AkdÄ, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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