AkdÄ2019

Morbus Crohn Rezidiv unter Dupilumab: AkdÄ Warnung

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) berichtet in der Drug Safety Mail 2019-56 über das Risiko eines schweren Rezidivs von Morbus Crohn unter der Therapie mit Dupilumab. Diese Zusammenfassung basiert auf der kurzen Sicherheitsmitteilung der AkdÄ.

Dupilumab ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung der atopischen Dermatitis und von Asthma eingesetzt wird. Der Wirkstoff greift gezielt in immunologische Prozesse ein.

Die Unterdrückung der Th2-Achse (T-Helfer-Zellen Typ 2) durch Dupilumab führt zu einer Verschiebung der zellulären Immunität. Daraus resultiert eine verstärkte Th1-Antwort, was bei bestimmten Vorerkrankungen zu klinischen Komplikationen führen kann.

Empfehlungen

Die Mitteilung der AkdÄ formuliert folgende zentrale Hinweise für den klinischen Alltag:

Pathophysiologischer Mechanismus

Laut AkdÄ greift Dupilumab in immunologische Prozesse ein, die für Personen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) relevant sind. Es wird berichtet, dass die medikamentöse Unterdrückung der Th2-Achse zu einer Verschiebung hin zur Th1-Antwort führt.

Risikogruppen und Nutzen-Risiko-Abwägung

Die AkdÄ empfiehlt eine sehr sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung vor dem Einsatz von Dupilumab bei Vorliegen von zusätzlichen Erkrankungen, die eine Th1-Dominanz aufweisen. Zu diesen Erkrankungen zählen laut Mitteilung:

  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (wie Morbus Crohn)

  • Psoriasis vulgaris (möglicherweise)

  • Multiple Sklerose (möglicherweise)

  • Rheumatoide Arthritis (möglicherweise)

Dosierungsunabhängiges Risiko

Es wird darauf hingewiesen, dass das Risiko eines Rezidivs nicht nur bei hohen Studiendosierungen besteht. Die pathophysiologischen Überlegungen zum kausalen Zusammenhang gelten laut AkdÄ auch für die bei atopischer Dermatitis zugelassene niedrigere Dosierung.

Kontraindikationen

Erkrankungen mit Th1-Dominanz

Laut AkdÄ stellt das Vorliegen von Erkrankungen mit Th1-Dominanz einen wichtigen Warnhinweis dar. Bei Vorliegen von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn wird ein Einsatz von Dupilumab nur unter sehr strenger Nutzen-Risiko-Abwägung empfohlen, da schwere Rezidive auftreten können.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Verordnung von Dupilumab zur Behandlung der atopischen Dermatitis oder von Asthma wird eine genaue Anamnese bezüglich chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen empfohlen. Laut AkdÄ kann die durch das Medikament ausgelöste Verschiebung zur Th1-Immunantwort ein schweres Rezidiv eines Morbus Crohn provozieren, weshalb bei diesen Komorbiditäten besondere Vorsicht geboten ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut AkdÄ unterdrückt Dupilumab die Th2-Achse des Immunsystems. Dies führt zu einer Verschiebung der zellulären Immunität hin zu einer Th1-Antwort, welche chronisch-entzündliche Darmerkrankungen triggern kann.

Nein, die AkdÄ weist darauf hin, dass der pathophysiologische Mechanismus dosisunabhängig ist. Das Risiko für ein Rezidiv gilt auch für die regulär zugelassene, niedrigere Dosierung bei atopischer Dermatitis.

Neben chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen nennt die AkdÄ weitere Erkrankungen mit Th1-Dominanz als mögliche Risikofaktoren. Dazu zählen Psoriasis vulgaris, Multiple Sklerose und rheumatoide Arthritis.

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Quelle: AkdÄ: Bekanntgabe der AkdÄ im Deutschen Ärzteblatt vom (AkdÄ, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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