Hydroxychloroquin & Chloroquin: Psychiatrische Risiken
Hintergrund
Die Drug Safety Mail 2020-68 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert über eine Risikobewertung des PRAC (Europäische Arzneimittel-Agentur). Diese bestätigt einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Hydroxychloroquin sowie Chloroquin und dem Auftreten psychiatrischer Störungen.
Chloroquin und Hydroxychloroquin sind regulär für die Behandlung bestimmter Autoimmunerkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis und dem Lupus erythematodes zugelassen. Zudem werden sie zur Prophylaxe und Therapie von Malaria eingesetzt.
Im Rahmen der COVID-19-Pandemie wurden die Wirkstoffe häufig im Off-Label-Use angewendet. Die Information weist darauf hin, dass große randomisierte klinische Studien keine positive Wirkung bei der Behandlung von COVID-19 nachweisen konnten, weshalb keine Zulassung für diese Indikation besteht.
💡Praxis-Tipp
Die Sicherheitsinformation betont, dass psychiatrische Nebenwirkungen und Suizidalität unter Hydroxychloroquin auch bei Personen ohne jegliche psychiatrische Vorerkrankung auftreten können. Es wird daher empfohlen, bei allen Behandelten proaktiv auf Wesensveränderungen, Ängste oder depressive Symptome zu achten und auch das soziale Umfeld in die Beobachtung einzubeziehen.
Häufig gestellte Fragen
Laut der AkdÄ-Sicherheitsinformation können Symptome wie irrationale Gedanken, Angst, Halluzinationen, Verwirrtheit und Depressionen auftreten. Zudem wird ausdrücklich vor Selbstverletzungs- und Suizidgedanken gewarnt.
Nein, die Warnung des BfArM stellt klar, dass diese Nebenwirkungen sowohl bei Personen mit als auch ohne psychiatrische Vorerkrankungen auftreten können.
Die Sicherheitsinformation weist darauf hin, dass große randomisierte klinische Studien keine positive Wirkung bei der Behandlung von COVID-19 gezeigt haben. Die Medikamente sind für diese Indikation nicht zugelassen.
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Quelle: AkdÄ: Information des BfArM zu Hydroxychloroquin und Chloroquin: Psychiatrische Störungen. (AkdÄ, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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