Frailty: Perioperatives Screening und Prähabilitation

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Frailty (Gebrechlichkeit) ist ein eigenständiges, klinisch relevantes Syndrom. Es ist durch verminderte physiologische Reserven und eine reduzierte Widerstandsfähigkeit gegenüber Stressoren gekennzeichnet.

Im perioperativen Kontext geht Frailty mit einem signifikant erhöhten Risiko für postoperative Komplikationen, einer verlängerten Rekonvaleszenz und einer erhöhten Mortalität einher. Die frühzeitige Erkennung ist daher für die Behandlungsplanung essenziell.

Da Frailty kein statisches, sondern ein modifizierbares Risikoprofil darstellt, können gezielte Interventionen den klinischen Verlauf positiv beeinflussen. Die AWMF S3-Leitlinie bietet hierfür strukturierte Handlungsempfehlungen für das interprofessionelle Behandlungsteam.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie sollte der Frailty-Status bei Notfallpatienten nicht anhand des akuten Zustands bewertet werden. Es wird empfohlen, den Gesundheitszustand der Person etwa 14 Tage vor dem Akutereignis zu erheben, um Verzerrungen durch die akute Erkrankung zu vermeiden. Zudem stellt das chronologische Alter allein keine Kontraindikation für minimalinvasive oder komplexe chirurgische Verfahren dar.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt bevorzugt die Anwendung der Clinical Frailty Scale (CFS) für das perioperative Screening. Dieses Instrument zeichnet sich durch eine hohe Praktikabilität und prädiktive Aussagekraft aus.

Es wird empfohlen, alle perioperativen Personen ab einem Alter von 70 Jahren systematisch auf das Vorliegen einer Frailty zu screenen. Dies dient der frühzeitigen Risikoeinschätzung und der Einleitung präventiver Maßnahmen.

Laut Leitlinie muss eine Prähabilitation zwingend ein körperliches Training aus Kraft- und Ausdauerelementen beinhalten. Ergänzend werden je nach individuellem Bedarf Ernährungstherapie, Atemtherapie und psychosoziale Interventionen vorgeschlagen.

Die Leitlinie empfiehlt, den aktuellen Grad von Delir, Analgesie, Sedierung und Angst standardisiert mindestens einmal pro Schicht zu dokumentieren. In der Regel entspricht dies einem 8-stündlichen Intervall.

Es wird vorgeschlagen, die elektive Aufnahme von Personen mit Frailty auf eine Intensivstation einer strengen Nutzen-Risiko-Bewertung zu unterziehen. Die Zielsetzung und Intensität der Therapie sollten im Vorfeld im Rahmen eines Shared Decision Making besprochen werden.

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Quelle: S3-Leitlinie Perioperative Versorgung von Patient:innen mit Frailty (S3) (AWMF, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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