Antimykotische Primärprophylaxe: Indikation & Dosierung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Onkopedia|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Immunsupprimierte Personen weisen ein hohes Risiko für invasive Pilzinfektionen auf. Dies gilt laut Leitlinie insbesondere nach einer intensiven Chemotherapie bei akuter myeloischer Leukämie (AML) oder myelodysplastischem Syndrom (MDS).

Trotz therapeutischer Fortschritte in den letzten Jahrzehnten gehen invasive Pilzinfektionen weiterhin mit einer substanziellen Morbidität und Mortalität einher. Daher hat eine antimykotische Prophylaxe in bestimmten klinischen Situationen einen durch Studien belegten Nutzen.

Die Onkopedia-Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft Infektionen der DGHO (AGIHO) fasst die evidenzbasierten Empfehlungen zur Primärprophylaxe zusammen. Die vorliegende Zusammenfassung fokussiert sich auf die medikamentöse Prävention bei prolongierter Neutropenie.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein besonderes Augenmerk sollte auf die Kombination von Triazolen mit der oralen Tumortherapie Venetoclax gelegt werden. Die Leitlinie betont, dass hierbei zwingend eine Dosisreduktion von Venetoclax um bis zu 75 Prozent erforderlich ist, um schwere Toxizitäten zu vermeiden. Zudem wird bei der Gabe von Voriconazol ein engmaschiges therapeutisches Drug Monitoring empfohlen, da Spiegel über 4,5 mg/L mit einer erhöhten Toxizität einhergehen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird Posaconazol als starke Empfehlung (Evidenzgrad A-I) für die Induktionstherapie bei Personen mit AML oder MDS ausgesprochen.

Die Leitlinie empfiehlt ein Monitoring zur Optimierung der Wirksamkeit (Zielspiegel > 1 mg/L) sowie zur Vermeidung von Toxizität. Bei einem klinischen Verdacht auf Toxizität wird eine Spiegelkontrolle dringend angeraten, wobei Werte unter 4,5 mg/L angestrebt werden sollten.

Gemäß den Empfehlungen erfolgt die Gabe von Posaconazol-Tabletten in einer Dosierung von 300 mg alle 24 Stunden. Am ersten Tag der Behandlung wird die Dosis zweimal täglich verabreicht.

Nein, die Leitlinie gibt an, dass bei der Kombination von Midostaurin mit Triazolen zur Prophylaxe invasiver Mykosen keine Dosisanpassung der Tumortherapie notwendig ist.

Die Leitlinie definiert eine prolongierte Neutropenie als einen Abfall der Neutrophilen auf unter 500 Zellen pro Mikroliter über einen Zeitraum von mindestens 7 Tagen.

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Quelle: Antimykotische Primärprophylaxe bei Patienten mit hämatologischen Neoplasien (Onkopedia). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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