AWMFS32014Psychosomatik

Anorexia nervosa: Diagnostik und Therapie-Empfehlungen

Diese Leitlinie stammt aus 2014 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF (2014)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Essstörungen wie die Anorexia nervosa (AN), Bulimia nervosa (BN) und die Binge-Eating-Störung (BES) sind insbesondere in der ersten Lebenshälfte bedeutsam. Die Inzidenz der AN und BN ist in den letzten Jahrzehnten in westlichen Industrienationen relativ stabil verlaufen.

Die Behandlungsergebnisse sind oft nicht zufriedenstellend, wobei die AN die höchste Mortalitätsrate aller psychischen Erkrankungen aufweist. Die Leitlinie orientiert sich an den Prinzipien der evidenzbasierten Medizin, wobei der Psychotherapie eine zentrale Rolle in der Behandlung zukommt.

Neben kategorialen Diagnosen werden zunehmend auch dimensionale Aspekte und die therapeutische Beziehung als wichtige Wirkfaktoren hervorgehoben. Eine frühzeitige Erkennung und Intervention sind entscheidend, um einer Chronifizierung der Erkrankung entgegenzuwirken.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass bei Kindern und Jugendlichen mit prämorbidem Übergewicht das Ausmaß der akuten Gefährdung bei einer Anorexia nervosa oft unterschätzt wird. Auch wenn die Grenze zum Untergewicht noch nicht unterschritten ist, können bereits schwerwiegende körperliche und psychische Symptome vorliegen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie sollte bei Erwachsenen mit einem BMI unter 15 kg/m2 eine störungsorientierte stationäre Behandlung erwogen werden. Ein sehr niedriger BMI stellt einen besonderen Gefährdungsfaktor für die Mortalität dar.

Es wird die Bestimmung von Differenzialblutbild, Elektrolyten (insbesondere Kalium und Natrium), Nieren- und Leberwerten sowie Glukose empfohlen. Eine Hypokaliämie tritt bei etwa 20 Prozent der Patientinnen auf und erfordert besondere Aufmerksamkeit.

Die Leitlinie empfiehlt eine empathische, wertungsfreie und nicht vorwurfsvolle Haltung. Es wird dazu geraten, die Ambivalenz der Patientinnen aktiv zu thematisieren und motivierende Gesprächsführungstechniken einzusetzen.

Es wird empfohlen, somatische Ursachen wie Zöliakie, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, endokrinologische Störungen und Tumorerkrankungen auszuschließen. Insbesondere die Zöliakie gibt häufig Anlass zu Verwechslungen mit einer Anorexia nervosa.

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Quelle: S3-Leitlinie Psychosomatik in der Gastroenterologie (AWMF, 2014). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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