Analgesie, Sedierung & Delir: Therapie & Ziel-RASS

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF S3-Leitlinie zum Analgesie-, Sedierungs- und Delirmanagement in der Intensivmedizin (DAS-Leitlinie) definiert Standards für die Behandlung kritisch kranker Menschen. Das primäre Behandlungsziel ist es, intensivstationär behandelte Personen wach, aufmerksam sowie schmerz-, angst- und delirfrei zu halten.

Eine tiefe Sedierung ist laut Leitlinie mit einer erhöhten Mortalität, verlängerter Beatmungsdauer und häufigerem Delir assoziiert. Daher wird ein Paradigmenwechsel hin zu patientenorientierten Konzepten mit einem Ziel-RASS von 0 bis -1 gefordert.

Die Leitlinie betont die Wichtigkeit nicht-pharmakologischer Präventionsstrategien. Zudem wird ein strukturiertes Monitoring mittels validierter Scores für Schmerz, Sedierung und Delir als essenziell für den Behandlungserfolg eingestuft.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler in der Intensivmedizin ist die unreflektierte Fortführung einer tiefen Sedierung. Die Leitlinie warnt eindringlich vor der kontinuierlichen Gabe von Midazolam, da diese mit einem deutlich schlechteren Outcome und verlängerten Beatmungszeiten einhergeht. Es wird stattdessen empfohlen, primär eine suffiziente Analgesie sicherzustellen und Sedativa nur zielgerichtet für einen RASS von 0 bis -1 einzusetzen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt die Richmond Agitation and Sedation Scale (RASS) als Goldstandard zur Beurteilung der Sedierungstiefe. Es wird standardmäßig ein Ziel-RASS von 0 bis -1 angestrebt.

Laut Leitlinie soll mindestens einmal pro Schicht ein strukturiertes Delirscreening erfolgen. Hierfür werden validierte Instrumente wie die Confusion Assessment Method for the ICU (CAM-ICU) oder die Intensive Care Delirium Screening Checklist (ICDSC) empfohlen.

Die Leitlinie empfiehlt eine symptomorientierte Therapie. Bei produktiv-psychotischen Symptomen wie Halluzinationen können Neuroleptika (z. B. Haloperidol) eingesetzt werden, während bei vegetativer Symptomatik und Agitation Alpha-2-Agonisten empfohlen werden.

Gemäß Leitlinie ist Propofol für eine Sedierungsdauer von bis zu 7 Tagen geeignet. Dabei soll eine Dosis von 4 mg/kg/h nicht überschritten werden, um ein Propofol-Infusions-Syndrom (PRIS) zu vermeiden.

Die Leitlinie rät von einer generellen pharmakologischen Delirprophylaxe bei erwachsenen Intensivpatienten ab. Stattdessen wird der Fokus auf nicht-pharmakologische Maßnahmen wie Lärmreduktion, Frühmobilisation und den Erhalt des Tag-Nacht-Rhythmus gelegt.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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