AkdÄ2026

Partikel in Accupaque & Visipaque: Rote-Hand-Brief AkdÄ

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der aktuelle Rote-Hand-Brief der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert über einen Qualitätsmangel bei bestimmten iodhaltigen Kontrastmitteln. Betroffen sind die Injektionslösungen Accupaque (Iohexol) und Visipaque (Iodixanol).

Diese Präparate werden routinemäßig in der radiologischen Diagnostik eingesetzt. Laut der Sicherheitsinformation können bestimmte 100-ml-Polypropylenflaschen eingebettete oder anhaftende Partikel aufweisen.

Das Auftreten dieser Partikel wird in der Mitteilung als selten eingestuft. Bislang liegen dem Zulassungsinhaber keine Berichte über unerwünschte Ereignisse oder Kundenbeschwerden in diesem Zusammenhang vor.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief formuliert folgende Kerninformationen zum Umgang mit dem Qualitätsmangel:

Überprüfung der Bestände

Es wird darüber informiert, dass spezifische Chargen der 100-ml-Polypropylenflaschen auf Partikel kontrolliert werden müssen. Das Auftreten der Partikel ist zwar selten, stellt jedoch einen relevanten Qualitätsmangel für die intravenöse oder intraarterielle Anwendung dar.

Betroffene Chargen

Die Sicherheitsinformation listet konkret die in Deutschland betroffenen Chargen auf. Es handelt sich um folgende Produkte und Chargennummern:

PräparatKonzentrationGebindeChargennummer
Accupaque300 mg10x100 mlH 17270628, H 17329106, H 17334255, H 17356931, H 17356935, H 17366385, H 17370957, P 17298685, P 17333586, P 17366373
Accupaque350 mg10x100 mlH 17260069, H 17302542, H 17302545, H 17370473, H 17370474, P 17238981, P 17312081, P 17318004, P 17340520
Visipaque320 mg10x100 mlP 17264297

Meldung von Nebenwirkungen

Die AkdÄ erinnert an die etablierten Meldewege bei Auffälligkeiten im klinischen Alltag:

  • Unerwünschte Arzneimittelwirkungen sind an die AkdÄ zu berichten.

  • Auch reine Verdachtsfälle im Zusammenhang mit dem Qualitätsmangel sollen gemeldet werden.

  • Medikationsfehler fallen ebenfalls unter diese Berichtsempfehlung.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Der Rote-Hand-Brief weist darauf hin, dass trotz des seltenen Auftretens von Partikeln eine genaue Sichtprüfung der 100-ml-Polypropylenflaschen von Accupaque und Visipaque vor der Anwendung essenziell ist. Obwohl bisher keine unerwünschten Ereignisse gemeldet wurden, stellt die intravasale Applikation von Partikeln ein potenzielles Risiko für thromboembolische Komplikationen dar.

Häufig gestellte Fragen

Laut der Sicherheitsinformation der AkdÄ sind bestimmte Chargen der iodhaltigen Kontrastmittel Accupaque (Iohexol) und Visipaque (Iodixanol) betroffen. Das Problem beschränkt sich spezifisch auf die 100-ml-Polypropylenflaschen.

Der Rote-Hand-Brief informiert darüber, dass in den betroffenen Flaschen eingebettete oder anhaftende Partikel auftreten können. Dieses Phänomen wird von den Behörden jedoch als selten beschrieben.

Gemäß der Mitteilung liegen dem Zulassungsinhaber bislang keine Kundenbeschwerden vor. Es wurden auch noch keine unerwünschten Ereignisse im Zusammenhang mit diesem Qualitätsmangel gemeldet.

Die AkdÄ weist darauf hin, dass unerwünschte Arzneimittelwirkungen und Medikationsfehler direkt an die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft berichtet werden können. Dies gilt ausdrücklich auch für reine Verdachtsfälle.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Accupaque Injektionslösung (Iohexol) und Visipaque Injektionslösung (Iodixanol): Risiko von Partikeln (AkdÄ, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien