AkdÄ2016

Interstitielle Lungenerkrankung durch Abirateron: AkdÄ

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2016)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) berichtet über das Risiko einer progredienten interstitiellen Lungenerkrankung (DILD) unter der Therapie mit Abirateron. Abirateron wird zur Behandlung des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms eingesetzt.

Der Wirkstoff hemmt das Enzym CYP17 und unterdrückt so die Androgenbiosynthese. Da dies zu einer erhöhten Mineralokortikoidproduktion führt, erfolgt die Gabe routinemäßig in Kombination mit Prednison oder Prednisolon.

In der europäischen Nebenwirkungsdatenbank wurden bereits mehrfach Verdachtsfälle von Atemwegserkrankungen und interstitiellen Lungenerkrankungen im Zusammenhang mit Abirateron erfasst. Die AkdÄ betont die Wichtigkeit, dieses potenziell lebensbedrohliche Risiko im klinischen Alltag zu beachten.

Empfehlungen

Die Publikation formuliert folgende Kernaspekte zur Diagnostik und zum klinischen Management:

Diagnostik

Laut Bericht ist die medikamentös induzierte interstitielle Lungenerkrankung (DILD) primär eine Ausschlussdiagnose. Es wird empfohlen, eine DILD in Betracht zu ziehen, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

  • Auftreten von Husten, Fieber, Dyspnoe und Hypoxämie

  • Passender Befund einer interstitiellen Lungenerkrankung in der Bildgebung

  • Fehlen von Hinweisen auf eine dekompensierte Herzinsuffizienz, Infektion oder Tumorerkrankung

Für die radiologische Diagnostik steht die hochauflösende Computertomographie (HRCT) im Vordergrund.

Zusätzlich beschreibt die Publikation typische Befunde in der Lungenfunktion. Hierzu zählen eine restriktive Ventilationsstörung mit erniedrigter totaler Lungenkapazität (TLC) und eine verminderte Diffusionskapazität (DLCO).

Therapie und Meldung

Bei einem begründeten Verdacht auf eine DILD empfiehlt die AkdÄ folgende therapeutische Schritte:

  • Sofortiges Absetzen des als ursächlich angesehenen Arzneimittels

  • In einigen Fällen die Gabe von Glukokortikosteroiden

Zudem wird dringend empfohlen, entsprechende Verdachtsfälle unter laufender Therapie mit Abirateron an die AkdÄ zu melden.

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💡Praxis-Tipp

Die AkdÄ weist darauf hin, dass die klinischen Befunde einer medikamentös induzierten Alveolitis oft unspezifisch sind und einer Fibrosierung vorausgehen. Es wird betont, dass das frühzeitige Erkennen dieses potenziell reversiblen Frühstadiums essenziell ist, um irreversible Lungenschäden zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut AkdÄ-Bericht sind typische, wenn auch unspezifische Symptome Husten, Fieber, Dyspnoe und Hypoxämie. Diese treten in Verbindung mit radiologischen Veränderungen des Lungenparenchyms auf.

Es handelt sich primär um eine Ausschlussdiagnose. Die Publikation empfiehlt den Ausschluss von Herzinsuffizienz, Infektionen und Tumorerkrankungen sowie die Durchführung eines HRCT und einer Lungenfunktionsprüfung.

Die wichtigste therapeutische Maßnahme ist das sofortige Absetzen des verdächtigten Medikaments. Zusätzlich kann laut Bericht in einigen Fällen die Gabe von Glukokortikosteroiden indiziert sein.

Der Bericht beschreibt typischerweise eine restriktive Ventilationsstörung. Diese äußert sich durch eine erniedrigte totale Lungenkapazität (TLC), eine verminderte Vitalkapazität (VC) und eine reduzierte Diffusionskapazität (DLCO).

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Quelle: AkdÄ Bekanntgabe: Progrediente interstitielle Lungenerkrankung unter Abirateron (Zytiga®) (AkdÄ, 2016). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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