IQWiG2020Pneumologie

Nintedanib (PF-ILD): Therapie und Leitlinien-Empfehlung

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A20-71 bewertet den Zusatznutzen von Nintedanib bei Erwachsenen mit anderen chronischen progredient fibrosierenden interstitiellen Lungenerkrankungen (PF-ILD). Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss Best supportive Care (BSC) festgelegt.

Die Bewertung basiert maßgeblich auf der placebokontrollierten INBUILD-Studie. In dieser wurden Personen untersucht, die trotz patientenindividueller Therapie eine Verschlechterung der Lungenfunktion oder ein Fortschreiten fibrotischer Veränderungen zeigten.

Für die zu betrachtende Patientengruppe stand bisher keine zugelassene pharmakologische Behandlung zur Verfügung. Aufgrund der Schwere der Erkrankung besteht ein hoher therapeutischer Bedarf an wirksamen und sicheren Therapieoptionen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird empfohlen, vor Beginn sowie im ersten Monat der Nintedanib-Therapie die Lebertransaminasen- und Bilirubinspiegel engmaschig zu überprüfen. Bei anhaltender schwerer Diarrhö, Übelkeit oder Erbrechen trotz antiemetischer oder antidiarrhoischer Therapie sollte laut Bericht eine Dosisreduktion auf 100 mg zweimal täglich oder ein Therapieabbruch erwogen werden.

Häufig gestellte Fragen

Der IQWiG-Bericht leitet insgesamt einen Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen im Vergleich zu Best supportive Care ab. Dieser basiert primär auf einem Vorteil beim kombinierten Endpunkt aus akuter Exazerbation oder Tod.

Laut Bewertung treten gastrointestinale Beschwerden wie Diarrhö, Übelkeit und Erbrechen sehr häufig auf. Für diese Endpunkte wurde ein Hinweis auf einen höheren Schaden im Vergleich zur Placebogruppe festgestellt.

Die empfohlene Standarddosis beträgt 150 mg zweimal täglich im Abstand von 12 Stunden. Bei Unverträglichkeiten kann die Dosis auf 100 mg zweimal täglich reduziert werden.

Es wird eine regelmäßige Kontrolle der Leberwerte (Transaminasen und Bilirubin) empfohlen. Diese sollte vor Therapiebeginn, im ersten Monat und danach in regelmäßigen Abständen erfolgen.

Bei mittelschwerer und schwerer Leberfunktionsstörung (Child Pugh B und C) wird die Therapie nicht empfohlen. Bei leichten Einschränkungen ist eine engmaschige Überwachung angezeigt.

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Quelle: IQWiG A20-71: Nintedanib (interstitielle Lungenerkrankung) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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