AkdÄ2017Orthopedics

Denosumab-Absetzen: Wirbelkörperfrakturen & Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Bekanntgabe der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) thematisiert schwerwiegende Komplikationen nach der Beendigung einer Osteoporosetherapie mit Denosumab. Denosumab ist ein monoklonaler Antikörper, der durch die Bindung an RANKL die Osteoklastenaktivität hemmt und so den Knochenabbau vermindert.

Nach dem Absetzen des Medikaments kommt es häufig zu einem raschen Knochendichteverlust. Dabei fällt die Knochendichte nicht nur auf prätherapeutische Werte zurück, sondern es wird ein Rebound-Effekt mit überschießendem Knochenabbau diskutiert.

In der Folge wurden multiple, teils schwere Wirbelkörperfrakturen (Sinterungsfrakturen) beobachtet. Diese treten typischerweise in einem Zeitraum von 8 bis 16 Monaten nach der letzten Injektion auf.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Warnhinweis der Bekanntgabe ist das hohe Risiko für multiple Wirbelkörperfrakturen durch einen Rebound-Effekt nach dem Absetzen von Denosumab. Es wird dringend angeraten, das Medikament nicht ersatzlos abzusetzen, sondern eine antiresorptive Anschlusstherapie mit Bisphosphonaten zu evaluieren, da die Frakturen oft 8 bis 16 Monate nach der letzten Injektion auftreten.

Häufig gestellte Fragen

Laut der Auswertung von Fallberichten in der Bekanntgabe treten die Wirbelkörperfrakturen typischerweise im Zeitraum von 8 bis 16 Monaten nach der letzten Injektion auf.

Die AkdÄ empfiehlt, nach dem Absetzen eine Behandlung mit Bisphosphonaten in Betracht zu ziehen. Als Mittel der Wahl für die antiresorptive Therapie werden orale Bisphosphonate wie Alendronsäure genannt.

Nach Beendigung der Therapie kommt es zu einem schnellen Knochendichteverlust. Es wird vermutet, dass die Knochendichte dabei nicht nur auf den Ausgangswert zurückfällt, sondern es zu einer überschießenden Gegenreaktion mit vermehrtem Knochenabbau kommt.

Unter Berufung auf die ECTS wird empfohlen, die Behandlung nach fünf Jahren zu überprüfen. Bei anhaltend hohem Frakturrisiko wird eine Fortführung oder Umstellung empfohlen, bei niedrigem Risiko kann ein Absetzen mit anschließender Bisphosphonat-Gabe erwogen werden.

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Quelle: AkdÄ Bekanntgabe: Multiple Wirbelkörperfrakturen nach Absetzen von Denosumab (AkdÄ, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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