Denosumab absetzen: Frakturrisiko und Folgetherapie
Hintergrund
Die Drug Safety Mail 2017-43 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) thematisiert das Risiko von multiplen Wirbelkörperfrakturen nach dem Absetzen des monoklonalen Antikörpers Denosumab.
Denosumab wird in unterschiedlichen Dosierungen zur Behandlung der Osteoporose sowie zur Prävention skelettbezogener Komplikationen bei Knochenmetastasen eingesetzt.
Nach Beendigung einer Osteoporose-Therapie mit Denosumab kann es zu einem signifikanten Knochendichteverlust kommen, der mit Frakturen einhergehen kann. Laut AkdÄ ist derzeit unklar, ob die Knochendichte lediglich auf das Ausgangsniveau zurückfällt oder ob eine überschießende Gegenreaktion mit vermehrtem Knochenabbau auftritt.
💡Praxis-Tipp
Ein Therapieende mit Denosumab erfordert besondere Aufmerksamkeit, da ein rascher Knochendichteverlust mit dem Risiko für multiple Wirbelkörperfrakturen droht. Es wird empfohlen, rechtzeitig eine antiresorptive Anschlusstherapie, vorzugsweise mit oralen Bisphosphonaten, zu planen und die Knochendichte im Verlauf zu kontrollieren.
Häufig gestellte Fragen
Nach dem Absetzen kann es zu einem raschen Knochendichteverlust kommen. Laut AkdÄ geht dies in einigen Fällen mit multiplen Wirbelkörperfrakturen einher.
Es wird empfohlen, die Knochendichte im Verlauf zu überprüfen. Zudem sollte eine Anschlussbehandlung mit Bisphosphonaten in Betracht gezogen werden.
Die AkdÄ benennt orale Bisphosphonate, wie zum Beispiel Alendronsäure, als Mittel der Wahl für die antiresorptive Osteoporosetherapie.
Es wird empfohlen, bereits vor Therapiebeginn über die unklare Situation beim Absetzen des Medikaments aufzuklären. Das Risiko eines Knochendichteverlusts sollte in die gemeinsame Therapieentscheidung einfließen.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: AkdÄ: Bekanntgabe der AkdÄ im Deutschen Ärzteblatt vom (AkdÄ, 2017). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
Verwandte Leitlinien
AkdÄ: Information zu Xgeva® 120 mg Injektionslösung (Denosumab) ▼: Risiko neuer primärer Malignome.
AkdÄ Bekanntgabe: Multiple Wirbelkörperfrakturen nach Absetzen von Denosumab
AkdÄ: Information des BfArM zu Xofigo®
AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Haldol® (Tabletten, Tropfen zum
AkdÄ: Bekanntgabe der AkdÄ im Deutschen Ärzteblatt vom
AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Xofigo® (Radium-223-dichlorid)
AkdÄ: Bekanntgabe der AkdÄ im Deutschen Ärzteblatt vom
AkdÄ: Änderung des Wortlauts von Fach- und Gebrauchsinformationen – Empfehlungen des PRAC.
ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien
AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.
Kostenloses Konto erstellen