Atypische Ketoazidose (SGLT-2-Hemmer): Symptome & Pause

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert über das Risiko atypischer diabetischer Ketoazidosen im Zusammenhang mit SGLT-2-Hemmern (Gliflozinen). Diese Medikamente verbessern die Blutzuckerkontrolle, indem sie die renale Glukoserückresorption hemmen.

Durch den renalen Glukoseverlust sinkt der Blutzuckerspiegel, was zu einer verminderten Insulinausschüttung und einer vermehrten Glukagonsekretion führt. Dies kann eine verstärkte Lipolyse und die Bildung von Ketonkörpern in der Leber auslösen.

Eine Besonderheit der Gliflozin-assoziierten Ketoazidose ist, dass der Blutzucker durch die vermehrte Glukoseausscheidung oft nur mäßig erhöht oder sogar normal ist. Zudem bewirken Gliflozine eine vermehrte Rückresorption von Ketonkörpern in der Niere, weshalb diese im Urin fehlen können.

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💡Praxis-Tipp

Ein entscheidender Fallstrick im klinischen Alltag ist die euglykämische Ketoazidose unter SGLT-2-Hemmern. Die AkdÄ warnt davor, eine Ketoazidose aufgrund normaler Blutzuckerwerte oder fehlender Ketonkörper im Urin vorschnell auszuschließen. Es wird empfohlen, bei unklaren Symptomen wie Übelkeit oder Dyspnoe stets an diese seltene, aber lebensbedrohliche Komplikation zu denken und das Medikament sofort zu pausieren.

Häufig gestellte Fragen

Laut AkdÄ-Warnung soll die Behandlung bei größeren chirurgischen Eingriffen unterbrochen werden. Einige Autoren empfehlen aufgrund der Halbwertszeit der Medikamente ein Absetzen bereits drei Tage vor der Operation.

Die Medikamente führen zu einer kontinuierlichen Glukoseausscheidung über die Nieren. Dadurch bleibt der Blutzuckerspiegel laut Publikation oft im Normbereich oder ist nur mäßig erhöht, obwohl metabolisch eine schwere Ketoazidose vorliegt.

Ja, die AkdÄ weist darauf hin, dass Gliflozine die Rückresorption von Ketonkörpern in der Niere verstärken. Daher kann eine Ketoazidose vorliegen, ohne dass Ketonkörper im Urin nachweisbar sind.

Ein erneutes Ansetzen wird gemäß der Warnung nur dann empfohlen, wenn ein anderer, eindeutiger Auslöser für die Ketoazidose gefunden und erfolgreich beseitigt wurde. Andernfalls sollte die Therapie dauerhaft beendet bleiben.

Die Publikation nennt unspezifische Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, starken Durst und Atembeschwerden. Auch Verwirrtheit oder ungewöhnliche Müdigkeit sollten den Verdacht auf eine Ketoazidose lenken.

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Quelle: AkdÄ Bekanntgabe: Atypische diabetische Ketoazidosen im Zusammenhang mit SGLT-2-Hemmern (Gliflozine) (AkdÄ, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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