SGLT-2-Hemmer: Atypische Ketoazidose und OP-Management
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf der Drug Safety Mail 2018-54 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ). SGLT-2-Hemmer (Gliflozine) sind eine häufig eingesetzte Medikamentenklasse zur Behandlung des Diabetes mellitus.
Die Mitteilung thematisiert ein seltenes, aber potenziell lebensbedrohliches Risiko dieser Wirkstoffgruppe. Es wird darauf hingewiesen, dass SGLT-2-Hemmer in seltenen Fällen zur Entstehung einer atypischen diabetischen Ketoazidose beitragen können.
Besonders in Stresssituationen des Körpers steigt dieses Risiko an. Die AkdÄ formuliert daher konkrete Warnhinweise für das perioperative Management und das Vorgehen bei akuten Erkrankungen.
💡Praxis-Tipp
Ein entscheidender Fallstrick im klinischen Alltag ist die sogenannte euglykämische Ketoazidose unter SGLT-2-Hemmern. Die AkdÄ warnt ausdrücklich davor, dass der Blutzucker bei einer Gliflozin-assoziierten Ketoazidose nur mäßig erhöht oder sogar völlig normal sein kann. Es wird dringend empfohlen, bei typischen Symptomen wie unerklärlicher Übelkeit, Bauchschmerzen oder Atembeschwerden auch bei normwertigen Blutzuckerspiegeln eine Ketoazidose in Betracht zu ziehen.
Häufig gestellte Fragen
Laut AkdÄ wird empfohlen, Gliflozine bei größeren operativen Eingriffen vorübergehend zu pausieren. Dies begründet sich durch den erhöhten Insulinbedarf in solchen Stresssituationen, welcher das Risiko einer Ketoazidose steigert.
Die Mitteilung nennt unter anderem Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, starken Durst und Atembeschwerden als Warnzeichen. Auch neurologische Auffälligkeiten wie Verwirrtheit oder ungewöhnliche Schläfrigkeit können auf eine Ketoazidose hindeuten.
Eine erneute Behandlung wird laut AkdÄ nur in strengen Ausnahmefällen empfohlen. Voraussetzung ist, dass ein anderer eindeutiger Auslöser für die Ketoazidose gefunden und erfolgreich beseitigt wurde.
Die Therapie kann wieder aufgenommen werden, wenn ein klinisch stabiler Zustand erreicht ist. Zudem wird vorausgesetzt, dass eine Normhydratation vorliegt und eine normale Ernährung toleriert wird.
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Quelle: AkdÄ: Mitteilung der AkdÄ im Deutschen Ärzteblatt vom (AkdÄ, 2018). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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