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WHO2020

COVID-19: Risiko & Management bei Personal (WHO)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf WHO Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Exposition umfasst direkte Pflege, Kontakt <1 Meter, Präsenz bei Aerosol-generierenden Prozeduren (AGP) oder Kontakt mit der Patientenumgebung.
  • Ein hohes Infektionsrisiko besteht bei unzureichender PSA-Nutzung, mangelnder Händehygiene oder Unfällen mit biologischem Material.
  • Hochrisiko-Personal muss die Patientenversorgung für 14 Tage einstellen, getestet werden und in Quarantäne gehen.
  • Niedrigrisiko-Personal kann weiterarbeiten, muss aber 14 Tage lang Temperatur und Symptome selbst überwachen.
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Hintergrund

Medizinisches Personal hat ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem COVID-19-Virus. Die WHO-Leitlinie dient der Risikobewertung und dem Management von Mitarbeitern, die Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Patienten hatten. Ziel ist es, das Infektionsrisiko zu kategorisieren und entsprechende Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle (IPC) einzuleiten.

Expositionskriterien

Eine Exposition liegt vor, wenn das Personal mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt:

  • Direkte Pflege eines bestätigten COVID-19-Patienten
  • Face-to-Face-Kontakt (Abstand < 1 Meter)
  • Anwesenheit bei Aerosol-generierenden Prozeduren (AGP) (z. B. Intubation, Bronchoskopie, Reanimation)
  • Direkter Kontakt mit der Patientenumgebung (z. B. Bett, Geräte)

Risikoklassifikation

Die Einstufung erfolgt basierend auf der Einhaltung der Schutzmaßnahmen und möglichen Zwischenfällen.

RisikogruppeDefinition & Kriterien
Hohes RisikoPSA nicht immer wie empfohlen getragen; mangelhafte Händehygiene; Flächen nicht mind. 3x täglich dekontaminiert; Unfall mit biologischem Material (z. B. Spritzer in Schleimhäute, Nadelstichverletzung).
Niedriges RisikoAlle anderen exponierten Mitarbeiter (konsequente Einhaltung aller IPC-Maßnahmen, keine Unfälle).

Management nach Risikogruppe

Das klinische Management des Personals richtet sich strikt nach der ermittelten Risikokategorie.

RisikogruppeEmpfohlene Maßnahmen
Hohes Risiko- Stopp der Patientenversorgung für 14 Tage nach letzter Exposition<br>- Testung auf COVID-19<br>- Quarantäne für 14 Tage<br>- Psychosoziale Unterstützung und Lohnfortzahlung durch Arbeitgeber<br>- IPC-Auffrischungstraining vor Rückkehr
Niedriges Risiko- Tägliche Selbstüberwachung (Temperatur, Symptome) für 14 Tage<br>- Meldung bei Symptomentwicklung<br>- Strikte Einhaltung der WHO 5 Momente der Händehygiene<br>- Korrekte Nutzung der PSA und Atemhygiene

Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Für die Einstufung in das niedrige Risiko muss die PSA in >95% der Fälle korrekt angewendet und gewechselt worden sein. Bei Aerosol-generierenden Prozeduren (AGP) umfasst die zwingend erforderliche PSA:

  • Einmalhandschuhe
  • N95-Maske (oder äquivalenter Atemschutz)
  • Gesichtsschutz oder Schutzbrille
  • Einwegkittel
  • Wasserdichte Schürze

💡Praxis-Tipp

Führen Sie bei jedem Mitarbeiter nach COVID-19-Exposition eine strukturierte Risikobewertung durch. Bei Unfällen mit biologischem Material oder unzureichender PSA-Nutzung muss das Personal zwingend für 14 Tage von der Patientenversorgung freigestellt werden.

Häufig gestellte Fragen

Bei direkter Pflege, Kontakt unter 1 Meter, Anwesenheit bei Aerosol-generierenden Prozeduren oder Kontakt mit der Patientenumgebung.
Unzureichende Nutzung der PSA, mangelhafte Händehygiene, fehlende Flächendesinfektion oder Unfälle mit biologischem Material (z. B. Nadelstichverletzungen).
Für 14 Tage nach dem letzten Kontakt mit dem bestätigten COVID-19-Patienten.
Ja, unter täglicher Selbstüberwachung von Temperatur und Symptomen für 14 Tage sowie strikter Einhaltung der Hygienemaßnahmen.
Einmalhandschuhe, N95-Maske (oder äquivalent), Gesichtsschutz/Schutzbrille, Einwegkittel und eine wasserdichte Schürze.

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