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Venlafaxin: Wirkmechanismus, Dosierung & Interaktionen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DrugBank Open Data (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Venlafaxin ist ein Antidepressivum aus der Klasse der selektiven Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI). Diese Zusammenfassung basiert auf dem pharmakologischen Profil der DrugBank-Datenbank.

Der Wirkmechanismus von Venlafaxin ist dosisabhängig. Bei allen Dosierungen erfolgt eine Serotonin-Wiederaufnahmehemmung, während die Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmung erst bei Dosen über 150 mg pro Tag einsetzt. Bei sehr hohen Dosen wird zudem eine schwache Dopamin-Wiederaufnahmehemmung beschrieben.

Die orale Bioverfügbarkeit liegt bei 45 Prozent. Der Abbau erfolgt über das Enzym CYP2D6 zum aktiven Metaboliten O-Desmethylvenlafaxin, wobei Retardpräparate (XR) zur besseren Verträglichkeit bevorzugt werden.

Empfehlungen

Das DrugBank-Profil listet verschiedene zugelassene und Off-Label-Indikationen sowie wichtige klinische Eigenschaften auf.

Indikationen

Folgende Haupteinsatzgebiete werden für Venlafaxin genannt:

  • Major Depression

  • Generalisierte Angststörung

  • Soziale Angststörung

  • Panikstörung

  • Off-Label: Neuropathische Schmerzen, Migräneprophylaxe und Hitzewallungen

Nebenwirkungen und Monitoring

Zu den häufigsten initialen Nebenwirkungen zählen Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Schlaflosigkeit. Zudem wird sexuelle Dysfunktion als unerwünschte Wirkung aufgeführt.

Da Venlafaxin dosisabhängig den Blutdruck erhöhen kann, wird ein regelmäßiges Blutdruckmonitoring beschrieben.

Wichtige Interaktionen

Das Profil warnt vor folgenden relevanten Arzneimittelwechselwirkungen:

  • MAO-Hemmer, Triptane und Tramadol: Risiko eines Serotoninsyndroms

  • CYP2D6-Inhibitoren (z.B. Fluoxetin, Paroxetin): Erhöhte Spiegel des aktiven Metaboliten

  • NSAR und Antikoagulanzien: Erhöhtes Blutungsrisiko

  • Metoprolol: Erhöhte Metoprolol-Spiegel durch CYP2D6-Interaktion

Dosierung

Die DrugBank-Datenbank gibt folgende Dosierungsrichtlinien für Retardpräparate (XR) an:

PhaseDosierungHinweise
Startdosis37,5 - 75 mg / TagRetardpräparat (XR) verwenden
Titration+ 75 mgAlle 4 Tage steigern
Erhaltungsdosis75 - 225 mg / TagEinmal täglich (QD)

Ein sehr langsames Ausschleichen am Ende der Therapie wird zwingend beschrieben, um ein schweres Absetzsyndrom zu vermeiden.

Kontraindikationen

Folgende Kontraindikationen werden im Profil aufgeführt:

  • Gleichzeitige Einnahme von MAO-Hemmern (eine 14-tägige Auswaschphase ist erforderlich)

  • Unkontrollierte Hypertonie (aufgrund der potenziell blutdrucksteigernden Wirkung)

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Das DrugBank-Profil warnt ausdrücklich vor dem Absetzsyndrom bei Venlafaxin, welches als das schwerste unter den Antidepressiva beschrieben wird. Es wird betont, dass die Medikation sehr langsam ausgeschlichen werden muss. Zudem ist bei Dosissteigerungen auf eine mögliche blutdrucksteigernde Wirkung zu achten.

Häufig gestellte Fragen

Laut DrugBank-Profil hemmt Venlafaxin bei allen Dosierungen die Serotonin-Wiederaufnahme. Erst ab einer Dosis von über 150 mg pro Tag setzt zusätzlich die Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmung ein.

Das Profil listet neuropathische Schmerzen, die Migräneprophylaxe sowie Hitzewallungen als Off-Label-Einsatzgebiete auf.

Venlafaxin ist laut Quelle für das schwerste Absetzsyndrom unter den Antidepressiva bekannt. Daher wird ein sehr langsames Ausschleichen der Dosis beschrieben, um Entzugssymptome zu minimieren.

Die gleichzeitige Gabe von NSAR kann das Blutungsrisiko erhöhen. Bei der Kombination mit Tramadol oder Triptanen besteht zudem die Gefahr eines Serotoninsyndroms.

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Quelle: DrugBank: Venlafaxine - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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