DrugBank Open DataReference Database2026PsychiatricAllgemeinmedizinPharmakologie

Sertralin: Dosierung, Wirkung & Nebenwirkungen | DrugBank

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DrugBank Open Data (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Sertralin ist ein selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), der laut DrugBank-Datenbank vorwiegend in der Psychiatrie eingesetzt wird. Der Wirkstoff hemmt selektiv den Serotonin-Transporter (SERT) im präsynaptischen Neuron und erhöht so die serotonerge Neurotransmission. Gemäß dem pharmakologischen Profil von DrugBank weist Sertralin als Besonderheit unter den SSRI eine geringfügige Dopamin-Wiederaufnahmehemmung auf. Histaminerge, cholinerge oder adrenerge Effekte sind laut Quelle minimal. Die Pharmakokinetik zeichnet sich durch eine orale Bioverfügbarkeit von 44 Prozent und eine Halbwertszeit von 26 Stunden aus, wobei der aktive Metabolit Desmethylsertralin eine Halbwertszeit von 62 bis 104 Stunden aufweist. Der Metabolismus erfolgt über die Enzyme CYP2C19 und CYP2B6. Der Steady-State wird nach etwa sieben Tagen erreicht.

Empfehlungen

Die DrugBank-Datenbank listet verschiedene psychiatrische Indikationen für den Einsatz von Sertralin auf. Gemäß der Quelle wird der Wirkstoff bei Episoden einer Major Depression (MDD) sowie bei generalisierter Angststörung (GAD) empfohlen. Weitere Indikationen umfassen laut DrugBank Panikstörungen, Zwangsstörungen (OCD) und posttraumatische Belastungsstörungen (PTSD). Auch bei sozialer Phobie (SAD) und prämenstrueller dysphorischer Störung (PMDD) ist Sertralin indiziert.

Hinsichtlich der Arzneimittelinteraktionen warnt die Datenbank vor der gleichzeitigen Gabe von MAO-Hemmern, Tramadol oder Triptanen, da hierbei das Risiko für ein lebensbedrohliches Serotonin-Syndrom besteht. Bei der Kombination mit Warfarin ist laut DrugBank auf eine mögliche Erhöhung des INR-Wertes zu achten. Da Sertralin ein schwacher CYP2D6-Inhibitor ist, kann es gemäß dem Profil den Metabolismus von Substraten wie Metoprolol oder Codein beeinflussen. Die gleichzeitige Gabe von Lithium kann den serotonergen Effekt verstärken.

Dosierung

Die Dosierungsempfehlungen richten sich nach den Angaben der DrugBank-Datenbank. Es wird darauf hingewiesen, dass die Therapie ausschleichend beendet werden sollte, um Absetzsymptome zu vermeiden.

IndikationStartdosisTitrationDosisbereich
Standard (z.B. Depression)50 mg einmal täglichum 50 mg alle 1-2 Wochen50 - 200 mg einmal täglich
Panikstörung25 mg einmal täglichum 50 mg alle 1-2 Wochen50 - 200 mg einmal täglich

Kontraindikationen

Laut DrugBank bestehen folgende Kontraindikationen für die Behandlung mit Sertralin:

  • Gleichzeitige Einnahme von MAO-Hemmern (es wird eine Auswaschphase von 14 Tagen gefordert)

  • Gleichzeitige Gabe von Pimozid

  • Bekannte Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff

  • Gleichzeitige Anwendung der oralen Konzentrat-Formulierung mit Disulfiram (aufgrund des Alkoholgehalts im Konzentrat)

Zudem wird in der Quelle auf eine Black-Box-Warnung bezüglich Suizidgedanken bei Patienten unter 25 Jahren hingewiesen. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen laut DrugBank gastrointestinale Beschwerden (Übelkeit und Diarrhö treten häufiger auf als bei anderen SSRI), sexuelle Dysfunktion, Schlaflosigkeit oder Somnolenz, Kopfschmerzen, Schwindel sowie Gewichtsveränderungen.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Laut DrugBank-Profil ist beim Absetzen von Sertralin eine schrittweise Dosisreduktion (Tapering) vorgesehen, um das Auftreten von Entzugssymptomen zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Gemäß den pharmakokinetischen Daten der DrugBank wird der Steady-State nach etwa sieben Tagen erreicht.

Laut DrugBank-Profil besitzt Sertralin als einziges SSRI eine geringfügige Dopamin-Wiederaufnahmehemmung und verursacht häufiger gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit und Diarrhö.

Die DrugBank-Datenbank warnt vor einem lebensbedrohlichen Serotonin-Syndrom und fordert eine 14-tägige Auswaschphase zwischen der Einnahme von MAO-Hemmern und Sertralin.

Ja, die Quelle verweist auf eine Black-Box-Warnung bezüglich eines erhöhten Risikos für Suizidgedanken bei Patienten unter 25 Jahren.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: DrugBank: Sertraline - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien