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Tramadol: Dosierung, Wirkung & Interaktionen laut DrugBank

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DrugBank Open Data (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Laut der DrugBank-Datenbank ist Tramadol ein zentral wirksames, atypisches Opioid-Analgetikum. Der Wirkmechanismus ist dual: Es wirkt als schwacher My-Opioid-Rezeptor-Agonist und hemmt gleichzeitig die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin. Die DrugBank-Daten weisen darauf hin, dass der aktive Metabolit O-Desmethyltramadol (M1) eine 200-fach höhere My-Affinität aufweist als die Muttersubstanz. Die Aktivierung ist abhängig vom Enzym CYP2D6. Die orale Bioverfügbarkeit liegt laut Quelle bei 68-72 %, mit einer Halbwertszeit von 5-6 Stunden (M1: 7-9 Stunden). Die Ausscheidung erfolgt zu 90 % renal.

Empfehlungen

Gemäß dem DrugBank-Profil wird Tramadol für mäßige bis mäßig starke Schmerzen, postoperative Schmerzen sowie chronische Schmerzen (in der Retard-Form) eingesetzt. Aufgrund des dualen Mechanismus wird es laut Leitlinie auch bei Schmerzen mit neuropathischer Komponente angewendet. In der WHO-Stufenschema-Klassifikation wird Tramadol der Stufe 2 zugeordnet.

Hinsichtlich der Nebenwirkungen nennt die Datenbank Übelkeit und Erbrechen als häufigste unerwünschte Ereignisse. Weitere Nebenwirkungen umfassen Schwindel, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit und dosisabhängige Krampfanfälle. Die Obstipationsneigung ist laut Quelle geringer als bei typischen Opioiden, jedoch besteht weiterhin ein Abhängigkeitspotenzial.

Die DrugBank warnt vor wichtigen Arzneimittelinteraktionen:

MAO-Hemmer und SSRI/SNRI

Es besteht das Risiko eines Serotoninsyndroms sowie eine erhöhte Krampfgefahr.

Carbamazepin

Führt durch CYP3A4-Induktion zu reduzierten Tramadol-Spiegeln.

CYP2D6-Inhibitoren

Reduzieren die Bildung des aktiven Metaboliten M1 und mindern so die Wirksamkeit.

Benzodiazepine

Erhöhen das Risiko einer Atemdepression.

Ondansetron

Kann die analgetische Wirkung von Tramadol abschwächen.

Dosierung

Die DrugBank-Datenbank gibt folgende Dosierungshinweise für Tramadol an:

DarreichungsformDosierungMaximaldosisHinweise
Normal freisetzend50-100 mg alle 4-6 Stunden400 mg/TagInitiale Gabe von 25-50 mg und anschließende Titration
Retardiert (XR)100-300 mg einmal täglich (QD)--

Laut Quelle ist bei Nieren- oder Leberinsuffizienz eine Dosisreduktion erforderlich. Zudem wird darauf hingewiesen, dass Patienten, die sogenannte "Poor Metabolizer" für CYP2D6 sind, eine reduzierte Wirksamkeit aufweisen können.

Kontraindikationen

Gemäß den DrugBank-Daten bestehen für Tramadol folgende Kontraindikationen und Warnhinweise:

  • Gleichzeitige Einnahme von MAO-Hemmern
  • Epilepsie (da Tramadol laut Quelle die Krampfschwelle senkt)
  • Akute Intoxikation mit Alkohol, Sedativa oder anderen Opioiden
  • Schwere Nieren- oder Leberinsuffizienz
  • Kinder unter 12 Jahren
  • CYP2D6 "Ultra-rapid Metabolizer" (hierzu existiert laut Quelle eine FDA-Warnung)
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💡Praxis-Tipp

Ein praxisrelevanter Hinweis aus der DrugBank-Datenbank ist die starke Abhängigkeit der Wirksamkeit vom CYP2D6-Metabolismus: Bei sogenannten "Poor Metabolizern" oder bei gleichzeitiger Gabe von CYP2D6-Inhibitoren ist die Bildung des aktiven Metaboliten M1 reduziert, was laut Quelle zu einer verminderten analgetischen Wirkung führt.

Häufig gestellte Fragen

Laut DrugBank besitzt Tramadol einen dualen Mechanismus: Es wirkt als schwacher My-Opioid-Rezeptor-Agonist und hemmt die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin.

Gemäß der Datenbank beträgt die maximale Tagesdosis für normal freisetzendes Tramadol 400 mg.

Die DrugBank gibt an, dass Tramadol die Krampfschwelle senkt und dosisabhängig Krampfanfälle auslösen kann.

Laut Quelle erhöht die Kombination das Risiko für ein Serotoninsyndrom sowie für Krampfanfälle.

Die DrugBank weist darauf hin, dass Ondansetron die analgetische Wirkung von Tramadol abschwächen kann.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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