Pregabalin: Pharmakologie & Dosierung | DrugBank 2026
Hintergrund
Pregabalin ist ein Wirkstoff aus der Klasse der Gabapentinoide und wird in der Kategorie der Psychopharmaka geführt. Laut der DrugBank-Datenbank (2026) bindet die Substanz an die Alpha-2-Delta-Untereinheit von spannungsgesteuerten Kalziumkanälen. Dies führt zu einem reduzierten Kalziumeinstrom und vermindert in der Folge die Freisetzung exzitatorischer Neurotransmitter wie Glutamat, Noradrenalin und Substanz P. Das pharmakologische Profil der DrugBank betont, dass Pregabalin trotz seiner strukturellen Ähnlichkeit kein GABA-Analogon ist.
Die Pharmakokinetik zeichnet sich laut Quelle durch eine hohe orale Bioverfügbarkeit von über 90 Prozent und eine Halbwertszeit von 6,3 Stunden aus. Gemäß DrugBank wird der Wirkstoff nicht metabolisiert, sondern unverändert renal ausgeschieden, weshalb keine CYP-Interaktionen bestehen. Ein Fließgleichgewicht (Steady State) wird nach 24 bis 48 Stunden erreicht.
Empfehlungen
Basierend auf dem DrugBank-Profil (2026) wird Pregabalin für verschiedene neurologische und psychiatrische Indikationen eingesetzt. Die Quelle listet folgende Hauptanwendungsgebiete auf:
- Neuropathische Schmerzen (beispielsweise bei diabetischer Neuropathie oder post-herpetischer Neuralgie)
- Fibromyalgie
- Generalisierte Angststörung
- Epilepsie (als Zusatztherapie bei fokalen Anfällen)
- Neuropathische Schmerzen bei Rückenmarksverletzungen
Hinsichtlich der Arzneimittelsicherheit warnt die DrugBank vor relevanten Interaktionen. So wird beschrieben, dass die Kombination mit ZNS-dämpfenden Substanzen (wie Opioiden oder Benzodiazepinen) zu einer verstärkten Sedierung und Atemdepression führen kann. Ebenso wird laut Profil die sedierende Wirkung durch Alkohol verstärkt. Bei gleichzeitiger Gabe von Thiazolidindionen ist laut DrugBank mit einer additiven Flüssigkeitsretention und Gewichtszunahme zu rechnen, während ACE-Hemmer das Risiko für ein Angioödem erhöhen können.
Zu den dokumentierten Nebenwirkungen zählen laut Quelle unter anderem Schwindel, Somnolenz, Gewichtszunahme, periphere Ödeme, verschwommenes Sehen und kognitive Beeinträchtigungen. Zudem weist das Profil auf ein Missbrauchspotenzial (Euphorie) und mögliche Entzugssymptome bei abruptem Absetzen hin.
Dosierung
Die DrugBank (2026) gibt spezifische Dosierungshinweise für verschiedene Indikationen vor. Es wird darauf hingewiesen, dass die Dosis bei Niereninsuffizienz proportional reduziert werden muss. Das Absetzen soll laut Quelle ausschleichend über 1 bis 2 Wochen erfolgen.
| Indikation | Startdosis | Erhaltungsdosis / Titration |
|---|---|---|
| Neuropathischer Schmerz | 75 mg zweimal täglich (BID) | Titration auf 150 - 300 mg zweimal täglich (BID) |
| Generalisierte Angststörung | - | 150 - 600 mg pro Tag, aufgeteilt in 2 bis 3 Einzeldosen |
Kontraindikationen
Laut dem DrugBank-Profil besteht eine absolute Kontraindikation bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegenüber Pregabalin oder Gabapentin.
💡Praxis-Tipp
Laut DrugBank-Profil ist beim Beenden der Therapie mit Pregabalin darauf zu achten, das Medikament nicht abrupt abzusetzen, sondern die Dosis über einen Zeitraum von 1 bis 2 Wochen schrittweise auszuschleichen, um Entzugssymptome zu vermeiden.
Häufig gestellte Fragen
Laut DrugBank bindet Pregabalin an die Alpha-2-Delta-Untereinheit spannungsgesteuerter Kalziumkanäle, was den Kalziumeinstrom reduziert und die Ausschüttung erregender Neurotransmitter wie Glutamat hemmt.
Nein, das pharmakologische Profil der DrugBank gibt an, dass Pregabalin nicht metabolisiert, sondern unverändert über die Nieren ausgeschieden wird. Es gibt keine CYP-Interaktionen.
Die DrugBank warnt davor, dass die gleichzeitige Einnahme von Pregabalin und ZNS-dämpfenden Medikamenten wie Opioiden zu einer verstärkten Sedierung und Atemdepression führen kann.
Gemäß den pharmakokinetischen Daten der DrugBank wird das Fließgleichgewicht (Steady State) bei linearer Pharmakokinetik nach 24 bis 48 Stunden erreicht.
Obwohl eine strukturelle Ähnlichkeit besteht, wird Pregabalin laut DrugBank-Profil nicht als GABA-Analogon eingestuft.
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Quelle: DrugBank: Pregabalin - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.