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Amitriptylin: DrugBank Pharmakologie & Dosierung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DrugBank Open Data (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf dem pharmakologischen Kurzprofil der DrugBank-Datenbank. Amitriptylin ist ein trizyklisches Antidepressivum (TZA), das in der Psychiatrie und Schmerztherapie breit eingesetzt wird.

Der Wirkmechanismus beruht auf der Hemmung der Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin. Zusätzlich blockiert der Wirkstoff muskarinerge (M1), histaminerge (H1) und alpha-1-adrenerge Rezeptoren, was das ausgeprägte Nebenwirkungsprofil erklärt.

Die orale Bioverfügbarkeit liegt bei 45 Prozent, wobei die Halbwertszeit 10 bis 28 Stunden beträgt. Der Abbau erfolgt über das Enzym CYP2D6 zum aktiven Metaboliten Nortriptylin, und ein Steady-State wird nach ein bis zwei Wochen erreicht.

Empfehlungen

Laut dem DrugBank-Profil wird Amitriptylin für verschiedene psychiatrische und neurologische Indikationen eingesetzt.

Indikationen

Das Profil nennt folgende primäre Einsatzgebiete:

  • Neuropathische Schmerzen (als Erstlinientherapie in niedriger Dosierung)

  • Depressionen (als Zweitlinientherapie)

  • Migräneprophylaxe und Fibromyalgie

  • Insomnie (in niedriger Dosierung)

  • Funktionelle gastrointestinale Störungen wie das Reizdarmsyndrom

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Aufgrund der anticholinergen Eigenschaften kommt es laut Quelle zu zahlreichen Nebenwirkungen. Zu den häufigsten zählen:

  • Sedierung (Einnahme zur Nacht wird empfohlen)

  • Mundtrockenheit, Obstipation und Harnverhalt

  • Gewichtszunahme und orthostatische Hypotonie

  • Verschwommenes Sehen und QT-Zeit-Verlängerung

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine Überdosierung aufgrund von Herzrhythmusstörungen letal enden kann.

Wichtige Interaktionen

Die Quelle warnt vor additiven Effekten und toxischen Wechselwirkungen mit folgenden Substanzklassen:

  • MAO-Hemmer (Gefahr von Serotoninsyndrom und hypertensiver Krise)

  • CYP2D6-Inhibitoren wie Fluoxetin oder Paroxetin (drastischer Spiegelanstieg)

  • QT-zeit-verlängernde Medikamente (erhöhtes kardiales Risiko)

  • ZNS-dämpfende Substanzen und Alkohol (verstärkte Sedierung)

  • Anticholinergika (verstärkte Obstipation, Harnverhalt und Verwirrtheit)

Dosierung

Die DrugBank-Datenbank gibt folgende Dosierungsrichtlinien für Amitriptylin an. Vor einer hochdosierten Therapie wird die Durchführung eines EKGs empfohlen.

IndikationStartdosisZieldosis / TitrationEinnahmezeitpunkt
Depression25-50 mg100-300 mg/TagZur Nacht (QHS)
Neuropathischer Schmerz10 mg25-75 mg/TagZur Nacht (QHS)

Kontraindikationen

Gemäß dem DrugBank-Profil bestehen folgende absolute Kontraindikationen für die Gabe von Amitriptylin:

  • Erholungsphase nach einem akuten Myokardinfarkt

  • Gleichzeitige Einnahme von MAO-Hemmern (eine 14-tägige Auswaschphase ist zwingend erforderlich)

  • Schwere kardiale Überleitungsstörungen

  • Akuter Harnverhalt

  • Akutes Engwinkelglaukom

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💡Praxis-Tipp

Aufgrund der potenziell letalen kardialen Arrhythmien bei einer Überdosierung wird vor dem Beginn einer hochdosierten Therapie ein EKG empfohlen. Zudem sollte die Einnahme wegen der stark sedierenden Wirkung bevorzugt zur Nacht erfolgen, um die Tagesmüdigkeit zu minimieren.

Häufig gestellte Fragen

Die Startdosis liegt bei 10 mg zur Nacht. Anschließend wird auf eine Erhaltungsdosis von 25 bis 75 mg titriert.

Laut pharmakologischem Profil wird der Steady-State nach etwa ein bis zwei Wochen erreicht.

Es wird eine 14-tägige Auswaschphase empfohlen, um lebensbedrohliche Komplikationen wie ein Serotoninsyndrom oder eine hypertensive Krise zu vermeiden.

Die sedierende Wirkung entsteht durch die Blockade histaminerger (H1) Rezeptoren im zentralen Nervensystem. Daher wird die Einnahme vor dem Schlafengehen empfohlen.

Vor dem Start einer hochdosierten Behandlung mit Amitriptylin wird die Anfertigung eines EKGs empfohlen. Dies dient der Risikominimierung bezüglich QT-Verlängerungen und Arrhythmien.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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