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HIV-Screening: USPSTF Leitlinie 2019

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: US Preventive Services Task Force (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die US Preventive Services Task Force (USPSTF) hat im Jahr 2019 eine aktualisierte Leitlinie zum Screening auf eine Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) veröffentlicht. Laut der USPSTF besteht eine hohe Sicherheit, dass der Nettonutzen eines systematischen HIV-Screenings substanziell ist. Daher wird diese präventive Maßnahme mit dem höchsten Empfehlungsgrad (Grade A) bewertet. Das frühzeitige Erkennen einer HIV-Infektion ist essenziell, um Betroffene umgehend an eine antiretrovirale Therapie anzubinden (Treatment as Prevention) und die Weitergabe des Virus zu verhindern.

Empfehlungen

Die USPSTF empfiehlt ein routinemäßiges HIV-Screening für alle Jugendlichen und Erwachsenen im Alter von 15 bis 65 Jahren (Grade A). Jüngere Jugendliche und ältere Erwachsene sollen laut Leitlinie ebenfalls getestet werden, sofern sie ein erhöhtes Risiko für eine Infektion aufweisen.

Hinsichtlich der Testintervalle gibt die USPSTF folgende Empfehlungen:

Allgemeinbevölkerung

Mindestens ein Test im Laufe des Lebens.

Hochrisikogruppen

Häufigere Testungen, laut Leitlinie jährlich oder in kürzeren Abständen.

Zu den Risikofaktoren, die ein häufigeres Screening rechtfertigen, zählen gemäß der Leitlinie:

  • Männer, die Sex mit Männern haben (MSM)
  • Intravenöser Drogenkonsum
  • Gewerbliche Sexarbeit
  • Partner von HIV-positiven Personen
  • Anamnese von sexuell übertragbaren Infektionen (STIs)
  • Wechselnde Sexualpartner
  • Fehlende oder inkonsequente Kondomnutzung

Testmethode und Umsetzung

Als initialer Test wird laut USPSTF ein HIV-1/2 Antigen/Antikörper-Kombinationsimmunoassay der vierten Generation bevorzugt. Die Leitlinie rät zu einem "Opt-out"-Screening, bei dem der Test standardmäßig durchgeführt wird, es sei denn, die Person lehnt diesen explizit ab.

Spezielle Patientengruppen

Schwangere

Die USPSTF empfiehlt ein Screening beim ersten pränatalen Besuch.

Präexpositionsprophylaxe (PrEP)

Für Personen mit hohem Risiko wird die PrEP als starke Empfehlung (Grade A) eingestuft.

Neu diagnostizierte Patienten

Es wird eine sofortige Anbindung an eine Behandlung empfohlen (Treatment as Prevention).

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💡Praxis-Tipp

Laut USPSTF-Leitlinie hat sich in der Praxis das sogenannte "Opt-out"-Verfahren bewährt, bei dem das HIV-Screening als Standardmaßnahme angeboten und nur bei ausdrücklicher Ablehnung durch den Patienten unterlassen wird. Zudem wird betont, dass neu diagnostizierte Patienten umgehend an eine antiretrovirale Therapie angebunden werden sollten.

Häufig gestellte Fragen

Die USPSTF empfiehlt das routinemäßige Screening für alle Jugendlichen und Erwachsenen im Alter von 15 bis 65 Jahren.

Laut Leitlinie sollte in der Allgemeinbevölkerung mindestens einmal im Leben getestet werden. Für Personen mit erhöhtem Risiko wird ein jährliches oder häufigeres Screening empfohlen.

Gemäß der USPSTF wird ein HIV-1/2 Antigen/Antikörper-Kombinationsimmunoassay der vierten Generation als initialer Test bevorzugt.

Die Leitlinie empfiehlt, das Screening bei schwangeren Frauen direkt beim ersten pränatalen Besuch durchzuführen.

Ein "Grade A" bedeutet laut USPSTF, dass eine hohe Sicherheit besteht, dass der Nettonutzen der Maßnahme substanziell ist, weshalb die Maßnahme stark empfohlen wird.

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Quelle: USPSTF: HIV Infection: Screening (Grade A, 2019) (US Preventive Services Task Force, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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