HIV-PrEP: Leitlinie zur Präexpositionsprophylaxe (USPSTF)
📋Auf einen Blick
- •Die USPSTF empfiehlt die HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) für Personen mit erhöhtem Risiko (Empfehlungsgrad A).
- •Zielgruppe sind Jugendliche und Erwachsene ohne bestehende HIV-Infektion.
- •PrEP mit antiretroviraler Therapie bietet mit hoher Sicherheit einen substanziellen Nettonutzen zur Verhinderung einer HIV-Akquisition.
Hintergrund
In den USA leben schätzungsweise 1,2 Millionen Menschen mit HIV. Seit den ersten gemeldeten Fällen im Jahr 1981 sind mehr als 760.000 Personen an HIV-bedingten Komplikationen verstorben. Obwohl HIV heutzutage behandelbar ist, bleibt die Infektion unheilbar und zieht erhebliche gesundheitliche Konsequenzen nach sich. Daher haben wirksame Präventionsstrategien eine hohe klinische und öffentliche Priorität.
Die US Preventive Services Task Force (USPSTF) hat die Evidenz zur Präexpositionsprophylaxe (PrEP) mit antiretroviraler Therapie systematisch bewertet, um den Nutzen und die Risiken zur Verhinderung einer HIV-Akquisition zu evaluieren.
Zielgruppe für die HIV-PrEP
Die Empfehlungen der USPSTF richten sich an folgende Personengruppe:
- Jugendliche und Erwachsene
- Ohne bestehende HIV-Infektion
- Mit einem erhöhten Risiko für eine HIV-Akquisition
Empfehlung der USPSTF
Die USPSTF kommt mit hoher Sicherheit zu dem Schluss, dass der Einsatz einer wirksamen antiretroviralen Therapie zur Reduktion des HIV-Infektionsrisikos bei Personen mit erhöhtem Risiko einen substanziellen Nettonutzen bietet.
| Maßnahme | Zielgruppe | Empfehlungsgrad |
|---|---|---|
| Verschreibung einer PrEP (wirksame antiretrovirale Therapie) | Personen mit erhöhtem Risiko für eine HIV-Akquisition | A |
💡Praxis-Tipp
Evaluieren Sie bei Jugendlichen und Erwachsenen aktiv das individuelle HIV-Risiko, um rechtzeitig eine antiretrovirale Präexpositionsprophylaxe (PrEP) anbieten zu können.